Elizabeth Robins (geboren 6. August 1862 in Louisville, Kentucky; gestorben 8. Mai 1952 in Brighton, England) war eine US-amerikanische Schauspielerin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin.
Leben
Elizabeth Robins war die älteste Tochter des Versicherungsagenten Charles Ephraim Robins und der Hannah Mary Crow. Ein jüngerer Bruder war der Ökonom Raymond Robins (1873–1964). Robins und ihre Geschwister wuchsen zeitweise bei der Mutter des Vaters in Zanesville (Ohio) auf. Mit 18 Jahren begann sie eine Karriere als Schauspielerin in New York City und tourte 1882 mit einer Schauspielergruppe unter der Leitung von Edwin Booth von Küste zu Küste. 1883 trat sie in die Boston Museum Company ein, wo sie den Schauspieler George Richmond Parks traf, sie heirateten 1885. Während sie weitere Rollen und Engagements erhielt, stagnierte seine Karriere. Parks beging 1887 Suizid und benannte seinen Misserfolg als Grund. Robins verließ 1888 die USA und zog auf Dauer nach England.
Bereits in der ersten Woche in London traf sie auf Oscar Wilde bei einer Versammlung von Sozialisten. Wilde nahm lebhaften Anteil an ihrer weiteren Schauspielkarriere. Sie schloss auch Freundschaften mit George Bernard Shaw und Henry James sowie später mit John Masefield.
Mit der Schauspielerin Marion Lea brachte Robins mehrere Stücke Henrik Ibsens auf die Bühne, so im April 1891 die englische Erstaufführung von Hedda Gabler, und sie galt fortan in der Londoner Theaterkritik als Idealbesetzung für die Titelrolle. Robins spielte auch bei der amerikanischen Erstaufführung 1898 in New York City die Hedda. 1892 spielte sie die Hilde in William Archers Übersetzung von Baumeister Solness. 1898 gründete sie mit Archer das New Century Theatre. Im Alter von vierzig Jahren beendete sie 1902 ihre Karriere als Schauspielerin und Theatermanagerin.