Porträt von Elsa Asenijeff
Foto: Nicola Perscheid · Wikimedia Commons

Autor

Elsa Asenijeff

Österreichische Schriftstellerin des Frühexpressionismus

Geboren
3. Januar 1867, Wien
Gestorben
5. April 1941, Bräunsdorf
Staatsangehörigkeit
Österreich
Beruf
Schriftstellerin und Dichterin

Leben und Werk

Elsa Asenijeff, eigentlich Elsa Maria Packeny (* 3. Januar 1867 in Wien, Kaisertum Österreich; † 5. April 1941 in Bräunsdorf, Sachsen), war eine österreichische Schriftstellerin die als eine der Begründerinnen des Leipziger literarischen Expressionismus gilt.

Leben

Elsa Maria Packeny entstammte dem Wiener Großbürgertum. Ihr Vater Karl Packeny (1841–1889) war Direktor der österreichischen Südbahn, ihre Mutter war Laurenzia, geborene Adametz (1841–1932). Elsa hatte zwei jüngere Schwestern.

Sie besuchte die Volks- und Bürgerschule und dann bis 1887 die Wiener Lehrerinnenbildungsanstalt. Nachdem sie einige Heiratsanträge ausgeschlagen hatte, starb ihr Vater und sie war zur Eheschließung genötigt. 1890 heiratete sie den elf Jahre älteren bulgarischen Ingenieur und Diplomaten Ivan Johannis Nestoroff und ging mit ihm nach Sofia. Die Ehe verlief nicht glücklich. Sie fühlte sich ihrem Mann ausgeliefert, ein Thema, das in mancherlei Spielarten ihre literarischen Werke prägte. 1896 erschien ihr Erzählungsband Ist das Liebe? unter dem Pseudonym Elsa Asenijeff, das sie im Gedenken an ihren verstorbenen erstgeborenen Sohn Asen gewählt hatte.

1900 ließ sie sich von Nestoroff scheiden. Der bulgarische Staat gestattete ihr, Asenijeff als offiziellen Namen zu führen. 1897 ging sie nach Leipzig, um Philosophie und Nationalökonomie zu studieren. Ihren zweiten, 1896 geborenen Sohn Heraklit ließ sie bei den Großeltern zurück.

Bei einem Festessen der Literarischen Gesellschaft in Leipzig für Detlev von Liliencron (1844–1909) und Frank Wedekind (1864–1918) lernte sie den Maler und Bildhauer Max Klinger (1857–1920) kennen. Sie wurde Modell, Muse und Geliebte für ihn. Klinger machte die Liebesbeziehung aber nicht öffentlich. Er zahlte ihr eine teure Wohnung im vornehmen Musikviertel (270 m² in der Schwägrichenstraße 11, Hochparterre). Das Gebäude war vom Leipziger Architekten Otto Brückwald 1894/1895 errichtet und auch selbst bezogen worden. 2018 brachte die Stadt Leipzig an dem Gebäude eine Gedenktafel zu Ehren von Elsa Asenijeff an.

Text: “Elsa Asenijeff”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Elsa Asenijeff

1 buch