Porträt von Emma Willard
Foto: Emma Willard, ca. 1805-1815. · Wikimedia Commons

Autor

Emma Willard

US-amerikanische Pädagogin

Geboren
23. Februar 1787, Berlin
Gestorben
15. April 1870, Troy
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Lehrbuchautor, Schulleiterin, Frauenrechtlerin, Kartografin und Pädagogin

Leben und Werk

Emma Willard (Geburtsname: Emma Hart) (* 23. Februar 1787 in Berlin, Connecticut; † 15. April 1870 in Troy, New York) war eine US-amerikanische Pädagogin und Pionierin auf dem Gebiet der höheren Bildung für Frauen und der Koedukation in den USA.

Leben

Die Tochter des Kaufmanns und Politikers Samuel Hart erhielt ihre Schulbildung an Schulen in Berlin sowie Hartford und nahm danach 1803 im Alter von sechzehn Jahren eine Tätigkeit als Lehrerin auf. Nachdem sie als Rektorin an verschiedenen Schulen gearbeitet hatte, übernahm sie die Leitung einer Bildungseinrichtung in Middlebury und heiratete dort 1809 den Arzt und Bankier sowie damaligen US Marshal von Vermont, Dr. John Willard.

1814 eröffnete sie mit der Unterstützung ihres Ehemannes ein Internat für Mädchen in Middlebury, an dem sie Unterrichtsfächer für Geometrie und Philosophie einführte, die bei Mädchen zu dieser Zeit nicht unterrichtet wurden. Daneben betrieb sie auch zahlreiche Änderungen der damals üblichen Unterrichtsmethoden. Dort wuchs ihr Entschluss, ein Seminar für die höhere Bildung von Mädchen zu gründen und verfasste diesen 1818 in einer Abhandlung über die Bildung von Frauen (Treatise on the Education of Women), die sie 1819 als Anschreiben an das Repräsentantenhaus von Vermont richtete und die auf dem Emma Willard Memorial in Troy als The Magna Charta for Higher Education of Women in America bezeichnet wird.

Noch 1819 eröffnete sie eine Schule in Waterford, die von der Regierung des Bundesstaates New York anerkannt und unterstützt wurde. 1821 verzog sie nach Troy, wo ihr ein adäquates Gebäude zur Verfügung gestellt wurde, um dort das Troy Female Seminary, die heutige Emma Willard School, zu gründen. Nach dem Tode ihres Ehemannes 1825 leitete sie die von ihr gegründeten Schulen erfolgreich allein weiter.

Text: “Emma Willard”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Emma Willard

1 buch