Autor
Etienne Dolet
Französischer Drucker, Verleger, Autor, Übersetzer, Humanist, Latinist und Romanist
- Geboren
- 3. August 1509, Orléans
- Gestorben
- 3. August 1546, Paris
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Linguist, Übersetzer, Verleger, Dichter und Altertumswissenschaftler
- Strömung
- Lyoneser Dichterschule und Freidenker
Leben und Werk
Étienne Dolet (* 3. August 1509 in Orléans; † 3. August 1546 in Paris) war ein französischer Drucker, Verleger, Autor, Übersetzer, Humanist, Latinist und Romanist.
Leben und Werk
Von seiner Geburtsstadt Orléans ging er im Jahre 1521 nach Paris. Dort studierte er u. a. bei Nicolas Bérauld (ca. 1470–ca. 1555), dem Lehrer von Gaspard II. de Coligny. Von Paris führte ihn 1526 sein Weg nach Padua. Seine Lehrer in der nordöstlichen italienischen Stadt waren der Humanist und Altphilologe Marco Musuro und der docteur en théologie Simon de Villanova.
Mit letzterem war er freundschaftlich verbunden. Nach dessen frühem Tod im Jahre 1530 wurde er Sekretär des Bischofs von Limoges Jean de Langeac († 1541), der sich als Botschafter in der Republik Venedig aufhielt. Sodann lebte Dolet für längere Zeit in Venedig. Hier hörte er Vorlesungen von Giovanni Battista Egnazio (1478–1553).
Ab dem Jahre 1532 ging er nach Toulouse, wo er die Jurisprudenz studierte. In seiner Eigenschaft als Sprecher der französischsprachigen Studenten hielt er zwei Brandreden gegen die „barbarische“ Stadt Toulouse, musste fliehen und ließ sich ab dem 31. August 1534 in der für ihn toleranteren Stadt Lyon nieder.
Als Dolet am Samstag den 1. Januar 1536 den Maler Guillaume Compaing im Streit oder Notwehr tötete, wurde er zunächst in Haft genommen, aber auf Einwirken von Franz I. wieder auf freien Fuß gesetzt.
Im Jahre 1538 heiratete er die geborene Louise Giraud, mit der er einen Sohn Claude Dolet hatte.
In Lyon publizierte er eigene Werke, zuerst bei Sebastian Gryphius, dann im eigenen Verlag. Von Gryphius lernte er auch das Druckerhandwerk. Die anfängliche Unterstützung durch den König erwirkte ihm 1538 eine Druckerlaubnis für zehn Jahre, die er erfolgreich nutzte. Er druckte Werke von Clément Marot, von dem mit ihm befreundeten Rabelais und von anderen Autoren, sowie zahlreiche Werke aus dem griechischen und römischen Altertum und aus der Medizin. Ausgerechnet die von ihm verlegte religiöse Literatur führte im Juli 1542 zu seiner Verurteilung durch die Inquisition. Der Todesstrafe entging er nur durch königliche Begnadigung von Franz I.
Text: “Étienne Dolet”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Etienne Dolet
1 buch

