Porträt von Eugene W. Hilgard
Foto: Elite Photographic Studio (Jones, Rulofson & Co.) · Wikimedia Commons

Autor

Eugene W. Hilgard

Deutsch-amerikanischer Bodenkundler, Geologe und Agrarwissenschaftler (1833-1916)

Geboren
5. Januar 1833, Zweibrücken
Gestorben
8. Januar 1916, Berkeley
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Chemiker, Hochschullehrer, Geologe, Pflanzensammler und wissenschaftlicher Sammler

Leben und Werk

Eugene Woldemar Hilgard (* 5. Januar 1833 in Zweibrücken, Pfalz; † 8. Januar 1916 in Berkeley, Kalifornien) war ein amerikanischer Bodenkundler, Geologe und Agrarwissenschaftler deutscher Herkunft. Er lehrte ab 1875 als Professor für landwirtschaftliche Chemie an der Universität Berkeley (Kalifornien) und hat über mehrere Jahrzehnte die Entwicklung der internationalen Bodenkunde nachhaltig geprägt.

Leben und Wirken

Eugene Woldemar Hilgard kam als Kind mit seinem Vater, dem Juristen Theodor Hilgard, und neun Geschwistern, darunter Julius Hilgard, in die Vereinigten Staaten und verbrachte seine Jugendzeit auf der elterlichen Farm in Belleville in Illinois. 1849 kehrte er nach Deutschland zurück und studierte Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Chemie an der Universität Heidelberg. 1854 wurde er dort mit einer Dissertation über die Gase einer Kerzenflamme zum Dr. phil. promoviert. Ab 1855 arbeitete er als Assistent des neuen Staatsgeologen Prof. Lewis Harper (ebenfalls ein deutscher Auswanderer) im Mississippi-Delta, kartierte dort landwirtschaftliche Nutzflächen und untersuchte deren Eignung für den Anbau von Baumwolle. 1860 veröffentlichte er als Harpers Nachfolger im Amt einen Report über die Geologie und Agrikultur des Staates Mississippi. Der Amerikanische Sezessionskrieg (1861–1865), an dem er teilnahm, unterbrach seine wissenschaftliche Tätigkeit.

Von 1866 bis 1872 lehrte Hilgard das Fachgebiet Chemie, später auch Geologie und Botanik an der Universität Mississippi. Es folgte eine zweijährige Tätigkeit als Professor für Geologie und Naturgeschichte an der Universität Michigan. Bereits 1872 zählte Hilgard zu jenen Personen, die in den USA vor den ökologischen, sozialen und ökonomischen Folgen von starker Bodenerosion warnte. In einer Rede vor der Mississippi Agricultural and Mechanical Fair Association warnte Hilgard davor, dass die Umwandlung der Great Plains in Ackerland nur kurzfristigen Wohlstand verspreche und eine unüberlegte Bodennutzung ähnlich katastrophale Folgen für die Vereinigten Staaten haben könne, wie sie es für das Römische Reich hatte:

Text: “Eugene Woldemar Hilgard”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Eugene W. Hilgard

1 buch