Autor
Favell Lee Mortimer
Englische Autorin von Sachbüchern für Kinder
- Geboren
- 14. Juli 1802, London
- Gestorben
- 22. August 1878
- Staatsangehörigkeit
- Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
- Beruf
- Illustratorin und Schriftstellerin
Leben und Werk
Favell Lee Mortimer (* 14. Juli 1802 in London; † 22. August 1878, gebürtige Favell Lee Bevan) war eine englische Autorin von Sachbüchern für Kinder.
Leben
Favell Lee Mortimer wurde am 14. Juli 1802 am Russell Square in London als eine von fünf Töchtern David Bevans geboren. David Bevan war einer der Mitbegründer des Bankhauses Barclay, Bevan & Co. Trotz ihrer Erziehung als Quäkerin begann sie mit 25 Jahren gemeinsam mit dem späteren Kardinal Henry Manning die Bibel zu studieren. Für Henry Manning hegte sie lange Zeit heftige romantische, aber unerwiderte Gefühle. Später konvertierte sie zum evangelikalen Glauben. 1841 heiratete sie Reverend Thomas Mortimer, der ihr ein grausamer Ehemann war. Nachdem sie nach Broseley umgezogen war, verbrachte sie die meiste Zeit bei ihrem Bruder, um sich vor den Wutausbrüchen ihres Gatten zu schützen. Sie hatte einen Adoptivsohn namens Lethbridge Charles E. Moore. Ihr Ehemann verstarb 1850. Favell Lee Mortimer widmete sich als Witwe vor allem der Arbeit mit Waisenkindern und Armen. Sie starb im August 1878 im Alter von 76 Jahren. Ihre letzten 16 Jahre lebte sie in West Runton im „Rivulet House“ an der Ecke Cromer Road-Water Lane, ihre Grabstätte befindet sich in Sheringham.
Werk
Favell Lee Mortimer veröffentlichte 16 Sachbücher für Kinder. Am Ende des 19. Jahrhunderts waren von ihrem ersten und populärsten Werk The Peep of Day bereits eine Million Exemplare verkauft. The Peep of Day wurde in 38 Sprachen herausgegeben. Im 19. Jahrhundert war Mortimer als Autorin sehr populär und erfolgreich. Als Mädchen besuchte Favell Mortimer einmal Brüssel und Paris, als Witwe Edinburgh. Obwohl sie England also nur zweimal in ihrem Leben verlassen hatte, schrieb sie drei Geografiebücher, unter anderem The Countries of Europe Described. Sie nutzte gedruckte Quellen und der Inhalt ihrer Werke über Geografie war in erster Linie eine Sammlung der damals üblichen Vorurteile über die Länder der Welt und deren Menschen. So schrieb sie zum Beispiel über China, wo „es ganz gewöhnlich ist, auf den Straßen über die Leichen von Babys zu stolpern“.
Text: “Favell Lee Mortimer”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

