Autor
Ferdinand Fabre
Franz. Schriftsteller
- Geboren
- 9. Juni 1827, Bédarieux
- Gestorben
- 11. Februar 1898, 6. Arrondissement von Paris
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Schriftsteller, Dichter, Romancier und Kurator
Leben und Werk
Ferdinand Fabre (* 9. Juni 1827 in Bédarieux; † 11. Februar 1895 in Paris) war ein französischer Schriftsteller.
Leben und Werk
Ferdinand Fabre wuchs in Camplong unter der Obhut seines Onkels auf, der dort katholischer Pfarrer war. Er besuchte das Priesterseminar in Montpellier, brach aber das Theologiestudium ab und ging nach Paris, wo er sich Jules Vallès, Alphonse Daudet und Hector Malot zu Freunden machte. Nach dichterischen Anfängen begann er 1862 eine Serie von Romanen, die seine Heimat zum Schauplatz und überwiegend Kleriker als Hauptpersonen hatte. Seinen Zeitgenossen galt er als der Balzac der Priesterfiguren. Am bekanntesten wurde der Roman über den ehrgeizigen Abbé Tigrane (mit Anspielung an das Tigerhafte seines Charakters), der auch ins Deutsche übersetzt wurde. Winfried Engler hielt den Abbé Jourfier im Roman Lucifer, der „innerlich zerrissen ist zwischen der offiziell geforderten theologischen und der humanistischen Weltsicht“, für seine interessanteste Figur. Im Roman Le Chevrier (= Ziegenhirt) malte Fabre die pastorale Idylle in realistischer Manier. Der Roman Monsieur Jean enthielt am meisten sprachliches Lokalkolorit. Seine Bücher wurden ab 1995 durch die Éditions Lacour-Ollé in Nîmes wieder aufgelegt (18 Titel [2023]), sind aber heute nicht überregional bekannt.
Bis zu seinem Tod genoss Fabre erhebliches Ansehen. Er war Leiter der Bibliothèque Mazarine und Offizier der Ehrenlegion (1894). Die Aufnahme in die Académie française scheiterte. Im Jardin du Luxembourg und in Bédarieux wurden ihm Statuen errichtet. Straßen in Paris, Montpellier und Bédarieux tragen seinen Namen. In Bédarieux wurde ein Gymnasium nach ihm benannt.
Text: “Ferdinand Fabre”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Ferdinand Fabre
1 buch

