Autor
Ferdinand Hardekopf
Deutscher Journalist, Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer
- Geboren
- 15. Dezember 1876, Varel
- Gestorben
- 26. März 1954, Zürich
- Staatsangehörigkeit
- Deutschland
- Beruf
- Journalist, Übersetzer, Schriftsteller, Literaturkritiker und Dichter
Leben und Werk
Ferdinand Hardekopf (* 15. Dezember 1876 in Varel; † 26. März 1954 in Zürich; Pseudonyme: Carsten F. Jesper, Stefan Wronski, Jason Bach, Hardy, Ravien Siurlai) war ein deutscher Journalist, Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer.
Schulzeit, Studium
Ferdinand Hardekopf war das ältere von zwei Kindern des 1875 aus Geversdorf bei Cuxhaven nach Varel zugezogenen Textilkaufmanns Emil Alexander Hardekopf und seiner Ehefrau Ida Sophie, geb. Meyer. Ferdinand besuchte zunächst die Vorschule, anschließend die Realschule in Varel (Vorläufer des heutigen Lothar-Meyer-Gymnasiums) und wechselte mit zehn Jahren zum Oldenburger Großherzoglichen Gymnasium.
Einer seiner Lehrer in diesen Jahren war der aus Sachsen stammende Ernst Ahnert (1859–1944), der später zu einem führenden Vertreter der Stenografiebewegung in Deutschland wurde. Bei Ahnert perfektionierte das „stenografische Wunderkind“ die ihm schon bald als Einkommensquelle dienende Kurzschrift (nach dem „Gabelsbergerschen System“).
Im Herbst 1891 zog der fast Fünfzehnjährige mit seiner Familie nach Leipzig, wo der Vater ein neues Textilgeschäft eröffnete. Nach dem Abitur (Ostern 1895) an der humanistischen Thomasschule zu Leipzig studierte Hardekopf von 1895 bis 1900 Germanistik, Romanistik und Philosophie an den Universitäten Leipzig und Berlin. Zu seinen akademischen Lehrern an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität zählten u. a. der Philosoph und Soziologe Georg Simmel, der Ökonom Adolph Wagner und der Literaturwissenschaftler Erich Schmidt.
Literat und Stenograf in Berlin
Nach dem Studium blieb er in Berlin, wo er zunächst Literatur- und Theaterkritiken für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften schrieb, u. a. für Die Schaubühne (den Vorläufer der Weltbühne) sowie für die Münchner Neuesten Nachrichten. Er avancierte schnell zu einem gefragten Kritiker, zunächst vor allem als Varieté- und Theaterrezensent in dem Wochenblatt Die Schaubühne. Von 1906 bis 1912 veröffentlichte Hardekopf rund 50 Beiträge in der Zeitschrift. Ab 1911 publizierte er im Sprachrohr des Expressionismus, der Wochenzeitschrift Die Aktion. In Der Kondor (1912), der ersten Lyrikanthologie des frühen literarischen Expressionismus (Hrsg.: Kurt Hiller), war Hardekopf neben Autoren wie Georg Heym, Else Lasker-Schüler, Franz Werfel, Max Brod u. a. mit mehreren Gedichten vertreten. Schon seit seinem Studium war Hardekopf als Stenograf tätig, u. a. in den Landtagen in Dresden und Weimar sowie in der Leipziger Stadtverordnetenversammlung. Von 1904 bis 1916 hatte er eine Stelle als Parlamentsstenograf im Deutschen Reichstag inne. Der Brotberuf sicherte ihm ein einigermaßen geregeltes Einkommen, womit er auch mehrere Reisen finanzieren konnte. So unternahm er 1910 eine Frankreichreise zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Emmy Hennings. Auch nach dem Ende ihrer langjährigen Liebesbeziehung blieben Emmy Hennings und Ferdinand Hardekopf in enger Freundschaft verbunden.
Text: “Ferdinand Hardekopf”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Ferdinand Hardekopf
1 buch

