Porträt von Frances Balfour
Foto: Edward Burne-Jones · Wikimedia Commons

Autor

Frances Balfour

Britische Frauenrechtlerin

Geboren
22. Februar 1858, London
Gestorben
25. Februar 1931, London
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich
Beruf
Politikerin, Herausgeberin, Suffragette und Feministin

Leben und Werk

Lady Frances Balfour (geborene Campbell, * 22. Februar 1858 in London; † 25. Februar 1931 in London) war eines der hochrangigsten Mitglieder der britischen Aristokratie, das eine führende Rolle in der Frauenwahlrechtsbewegung innehatte. Sie war Präsidentin der „Central Society for Women’s Suffrage“ ab 1896, die sich an die National Union of Women’s Suffrage Societies (NUWSS) anschloss, in dessen Exekutivkomitee sie ab 1897 bis 1919 saß. Als Frauenwahlrechtsaktivistin und Frauenrechtlerin war sie eine Gegnerin der militanten Aktivitäten der Women’s Social and Political Union, der Suffragetten.

Leben

Sie war das zehnte Kind des britischen liberalen Politikers und schottischen Adligen George Campbell, 8. Duke of Argyll, und seiner Ehefrau Lady Elizabeth Sutherland-Leveson-Gower, der ältesten Tochter von George Sutherland-Leveson-Gower, 2. Duke of Sutherland und wurde in Argyll Lodge in Kensington, London, geboren. Lady Frances Campbell war von Kindheit an wegen eines Hüftleidens behindert, hatte schon von früher Kindheit an beständige Schmerzen und konnte nur hinkend laufen. Ihre Eltern waren tief religiös und kümmerten sich um einige Kampagnen für gesellschaftliche Reformen. Von ihr wird berichtet, dass sie als Kind schon bei diesen Bestrebungen mithalf, so strickte sie beispielsweise Kleider, die an die Kinder der früheren Sklaven geschickt wurden, nachdem seit 1833 innerhalb des Britischen Weltreichs die Sklaverei gesetzlich verboten war.

1879 heiratete sie Eustace Balfour (1854–1911), einen schottischen Architekten, der in London sein Büro hatte. Mit ihm hatte sie drei Töchter und zwei Söhne. Eustaces Onkel, Lord Salisbury, absolvierte drei Amtsperioden als britischer Premierminister. Eustaces älterer Bruder, Arthur Balfour, war von 1902 bis 1905 ebenfalls konservativer britischer Premierminister. Im Gegensatz zu der konservativen Politik ihrer Schwiegerleute unterstützte Frances zusammen mit ihren Eltern den liberalen Staatsmann William Gladstone und seine Regierung, als sie eine junge Frau war. Lady Frances Balfour und ihr Ehemann waren sich in politischen Dingen oft uneinig, hatten wenig gemeinsame Interessen, blieben aber trotz der Trunksucht des Mannes bis zu seinem Tode 1911 zusammen.

Text: “Frances Balfour”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Frances Balfour

1 buch