Autor
Francesco Petrarca
Italienischer Dichter und Geschichtsschreiber (1304-1374)
- Geboren
- 20. Juli 1304, Arezzo
- Gestorben
- 19. Juli 1374, Arquà Petrarca
- Staatsangehörigkeit
- Republik Florenz
- Beruf
- Philosoph, Dichter, Übersetzer, Liedtexter und Schriftsteller
- Wichtige Werke
- Canzoniere · Secretum · De viris illustribus · Rerum memorandarum libri · De otio religioso · De vita solitaria · De remediis utriusque fortunae · Invectivarum contra medicum quendam libri IV
Leben und Werk
Francesco Petrarca (latinisiert Franciscus Petrarcha, auch Petrarch geschrieben; * 20. Juli 1304 in Arezzo; † 19. Juli 1374 in Arquà) war ein italienischer Dichter und Geschichtsschreiber. Er gilt als Mitbegründer des Renaissance-Humanismus und zusammen mit Dante Alighieri und Boccaccio als einer der wichtigsten Vertreter der frühen italienischen Literatur. Sein Name liegt dem Begriff Petrarkismus zugrunde, der eine bis ins 17. Jahrhundert verbreitete Richtung europäischer Liebeslyrik bezeichnet.
Leben
Francesco Petrarcas Vater, der Notar Pietro di Parenzo (Beinamen: Petracco, Patraca), wurde als Papstanhänger aus Florenz verbannt. Im Alter von sieben Jahren folgte Petrarca ihm nach Avignon, wo Pietro di Parenzo ab 1312 gewohnt hatte, während seine Familie in Carpentras lebte. Petrarca studierte ab 1316 Jura in Montpellier und ab 1320 in Bologna. Er kehrte 1326 nach Avignon zurück. Das rechtswissenschaftliche Studium brach er ab, erhielt die niederen Weihen und hatte sein neues Domizil in einem Haus in Fontaine-de-Vaucluse im Gebiet des heutigen Départements Vaucluse. Petrarca wählte sich den Kirchenvater Augustinus zu seinem Vorbild und versuchte, dessen Lebenswandel nachzueifern. Nachdem sein Vater gestorben war, geriet Petrarca in wirtschaftliche Schwierigkeiten.
Petrarcas literarisches Werk lässt sich, wie der Historiker Étienne Anheim zeigt, als durchgehende Auseinandersetzung mit der eigenen Familie lesen, wobei der Dichter seine Herkunft konsequent entlang der väterlichen Linie konstruierte und die Familie seiner Mutter Eletta Canigiani weitgehend ausblendete, der er als Vierzehnjähriger dennoch sein erstes überliefertes Gedicht widmete. Seinen älteren Bruder Gherardo, der 1343 in die Kartause von Montrieux eintrat, stellte Petrarca wiederholt als religiöses Gegenbild der eigenen literarischen Berufung dar, etwa in der gemeinsam bestiegenen Mont-Ventoux-Episode oder in der Ekloge, in der Gherardo als Hirte Monicus erscheint. Seine unehelichen Kinder Giovanni und Francesca behandelte er ungleich: Über den enttäuschenden Sohn, der 1361 an der Pest starb, schrieb er in eigenen Klagen, während die Tochter, mit der er seinen Lebensabend in Arquà verbrachte, in seinem Werk fast durchgehend unerwähnt blieb. Die reale Existenz seiner besungenen Geliebten Laura, deren Tod er selbst im April 1348 in einer Notiz vermerkte, ist historisch nicht gesichert und wurde von Petrarca zugleich bekräftigt und literarisch zur Allegorie des Dichterlorbeers stilisiert.
Text: “Francesco Petrarca”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Francesco Petrarca
1 buch

