Porträt von Francisco Ferrer Guardia
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Autor

Francisco Ferrer Guardia

Spanischer Freidenker, Anarchist und Pädagoge (1859–1909)

Geboren
14. Januar 1859, Alella
Gestorben
13. Oktober 1909, Barcelona
Staatsangehörigkeit
Spanien
Beruf
Lehrer, Pädagoge und Philosoph
Strömung
Anarchismus und Arbeiterbewegung
Wichtige Werke
Die moderne Schule

Leben und Werk

Francesc Ferrer i Guàrdia (* 14. Januar 1859 in Alella bei Barcelona; † 13. Oktober 1909 in Barcelona) war ein libertärer spanischer Pädagoge.

Leben

Francesc Ferrer i Guàrdia stammte aus einer streng katholischen Familie. Während seiner Buchhalterlehre kam er mit sozialistischen und libertären Ideen in Berührung. Hiernach entwickelte er sich zum Gegner der Religion und trat der Freimaurerloge Veritat (katalanisch) bzw. Verdad (kastilisch) in Barcelona bei. Als Unterstützer des gescheiterten Versuchs Ruiz Zorrillas, die Republik auszurufen, musste er 1885 nach Paris flüchten. In seinem 15 Jahre währenden Exil verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Spanischlehrer und unterhielt Kontakte zu den Akteuren des französischen Anarchismus.

Unter seinen Schülern befand sich auch eine alte Dame, die er von seinen Ideen überzeugte. Mit dem Erbe, das sie ihm hinterließ, kehrte er 1901 nach Spanien zurück. Dort eröffnete er eine Reformschule, die Escuela Moderna. Aufgrund seiner (insbesondere für die damalige Zeit) radikalen, am Anarchismus orientierten reformpädagogischen Konzepte war er heftigen Anfeindungen ausgesetzt. 1906 wurde er unter dem Verdacht, in ein Attentat auf König Alfons XIII. verwickelt zu sein, verhaftet und über ein Jahr lang festgehalten. Gewisse Kreise der Kirche hatten die Aburteilung vor einem Kriegsgericht gefordert, aber die spanische Regierung entschied sich aus politischen Gründen dagegen. Die Schule musste daraufhin schließen.

1909 wurde nach anarchistischen Aufständen in Barcelona („die tragische Woche“) das Kriegsrecht ausgerufen. Ferrer wurde beschuldigt, in die Aufstände verwickelt zu sein. Man stellte ihn vor ein Kriegsgericht, das ihn, ohne dass er sich verteidigen oder Zeugen zu seiner Verteidigung aufrufen durfte, ohne jegliche Beweise zum Tode verurteilte, was auf der ganzen Welt Entrüstung hervorrief. Die allgemeine Hoffnung, König Alfons XIII. werde das Todesurteil nicht unterschreiben, erfüllte sich nicht.

Text: “Francesc Ferrer i Guàrdia”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Francisco Ferrer Guardia

1 buch