Porträt von Francisco García Calderón
Foto: unbekannter Urheber · Wikimedia Commons

Autor

Francisco García Calderón

Peruanischer Rechtsanwalt, Politiker, Jurist, Diplomat und Bankier

Geboren
2. April 1834, Arequipa
Gestorben
21. September 1905, Lima
Staatsangehörigkeit
Peru
Beruf
Politiker, Jurist, Rechtsanwalt, Hochschullehrer und Bankier

Leben und Werk

Manuel Francisco García-Calderón y Landa (* 2. April 1834 in Arequipa; † 21. September 1905 in Lima) war ein peruanischer Politiker, der unter anderem 1881 provisorischer Staatspräsident war.

Rechtsanwalt, Finanzminister und Senator

Manuel Francisco García-Calderón y Landa, Sohn des Richters Eduardo García Calderón y Crespo und dessen Ehefrau Ventura Landa y Guerola, absolvierte nach dem des Colegio Nacional de la Independencia Americana in Arequipa ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universidad Nacional de San Agustín. Er war nach dessen Abschluss als Rechtsanwalt tätig und veröffentlichte mit „Diccionario de la Legislación Peruana 1859-1862“ ein Wörterbuch der peruanischen Gesetzgebung in den Jahren 1859 bis 1862. Am 15. Mai 1867 wurde er für Arequipa Mitglied des damaligen Verfassungskongresses (Congreso Constitucional) und gehörte diesem bis zu dessen Auflösung am 15. November 1867 an. Als Nachfolger von José Jacinto Ibarra wurde er am 15. September 1867 Verfassungskongresses und bekleidete auch dieses Amt bis zum 15. November 1867. Am 4. August 1868 wurde er als Finanzminister (Ministro de Hacienda) in die Regierung von Staatspräsident José Balta berufen und bekleidete dieses Ministeramt bis zum 15. Dezember 1868, woraufhin Nicolás de Piérola seine Nachfolge antrat.

Am 28. Juli 1876 wurde er Mitglied des damaligen Senats (Senado de la República Peruana) und gehörte diesem als Vertreter der Region Arequipa bis zum 23. August 1881 an.

Provisorischer Staatspräsident, Gefangennahme, Universitätsrektor und Senatspräsident

Als die Chilenen während des Salpeterkrieges 1881 Lima besetzten, zog Präsident Nicolás de Piérola nach Ayacucho, um den Krieg von dort aus fortzusetzen. In Lima wählten unterdessen am 12. März 1881 namhafte Einwohner Francisco García Calderón zum provisorischen Staatspräsidenten der Republik. Piérola trat am 28. November 1881 formell vom Amt des Präsidenten zurück. Die Chilenen erkannten García Calderón als Präsidenten Perus an und begannen mit ihm zu verhandeln, um den Krieg zu beenden, wobei sie als Entschädigung die Lieferung peruanischer Gebiete forderten. Er erhielt die Unterstützung der Vereinigten Staaten, um eine Kriegsschuld zu begleichen und keine peruanischen Gebiete abgeben zu müssen. Am 28. September 1881 erklärte der Chef der chilenischen Besatzungstruppen, Konteradmiral Patricio Lynch, die Suspendierung der Regierung von García Calderón, verhaftete ihn und deportierte ihn als Gefangenen nach Chile, bis er nachgab und die Übergabe der Gebiete unterzeichnete. Angesichts dieser ungewöhnlichen Tatsache übernahm Konteradmiral Lizardo Montero Flores am 15. November 1881 als Staatspräsident die Regierung von Peru und ließ sich in Arequipa nieder. Unterdessen wurde García Calderón in Valparaíso gefangen gehalten. In seinem Exil schrieb er fortlaufend Briefe, in denen er weiterhin versucht, die Übertragung peruanischer Gebiete zu verhindern, woraufhin die Chilenen ihn viel weiter nach Süden verlegten, in die verlassene Stadt Rancagua, von wo aus er die Kommunikation mit Peru verlor. Über diese dramatischen Ereignisse verfasste er sein Buch „Memorias del Cautiverio“ („Erinnerungen an die Gefangenschaft“).

Text: “Francisco García-Calderón Landa”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Francisco García Calderón

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