Porträt von François-Ferdinand-Philippe-Louis-Marie d'Orléans Joinville
Foto: Franz Xaver Winterhalter · Wikimedia Commons

Autor

François-Ferdinand-Philippe-Louis-Marie d'Orléans Joinville

Französischer Admiral

Geboren
14. August 1818, Neuilly-sur-Seine
Gestorben
16. Juni 1900, Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Politiker, Schriftsteller, officier de la marine nationale française, Marineoffizier und Soldat

Leben und Werk

François-Ferdinand-Philippe-Louis-Marie d’Orléans, prince de Joinville, auch Franz Ferdinand Philipp Ludwig Maria von Orléans, Prinz von Joinville, (* 14. August 1818 in Neuilly-sur-Seine bei Paris; † 16. Juni 1900 in Paris) war ein französischer Admiral.

Leben

Der prince de Joinville war der dritte Sohn des Herzogs von Orléans und späteren Bürgerkönigs Louis-Philippe (1773–1850) und Maria Amelia de Bourbon–Deux Siciles (1782–1866).

Er wurde als Marineoffizier ausgebildet und 1836 zum Leutnant. Im November 1838 zeichnete er sich zum ersten Mal aus, als er während der Bombardierung von San Juan de Ulloa im Kuchenkrieg ein Landkommando führte und in Veracruz den mexikanischen General Mariano Arista eigenhändig gefangen nahm. Er wurde zum Kapitän befördert und 1840 beauftragt, die sterblichen Überreste Napoleons mit der Fregatte Belle Poule von St. Helena nach Frankreich zu überführen. 1844 führte er eine Marineoperation an der Küste von Marokko, bombardierte Tanger und nahm Mogador ein. Dafür wurde er zum Vizeadmiral ernannt.

Im folgenden Jahr veröffentlichte er in der Revue des Deux Mondes einen Artikel über die Missstände in der französischen Marine, der einiges an Aufsehen erregte. Durch diesen Artikel, seine Gegnerschaft zum Ministerium Guizot und seine zur Schau getragene Feindschaft gegen England erwarb er sich zwar eine beachtliche Popularität, trotzdem spülten ihn die Wogen der Revolution von 1848 zusammen mit den anderen Prinzen des Hauses Orléans hinweg. Er verließ eilig Algerien, wo er sich zu dieser Zeit mit seinem Bruder, dem Herzog von Aumale, aufhielt, und nahm mit dem Rest seiner Familie seine Zuflucht in Claremont, Surrey.

Text: “François d’Orléans, prince de Joinville”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

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