Porträt von François-Joseph Fétis
Foto: Charles Baugniet · Wikimedia Commons

Autor

François-Joseph Fétis

Belgischer Musikwissenschaftler und Komponist

Geboren
25. März 1784, Mons
Gestorben
26. März 1871, Brüssel
Staatsangehörigkeit
Belgien
Beruf
Komponist, Bibliothekar, Musikwissenschaftler, Pädagoge und Dirigent
Wichtige Werke
Biographie universelle des musiciens et bibliographie générale de la musique · Revue et gazette musicale de Paris

Leben und Werk

François-Joseph Fétis (* 25. März 1784 in Mons; † 26. März 1871 in Brüssel) war ein belgischer Komponist, Musikkritiker und Musikbiograph.

Leben

Fétis entstammte einer Familie von Musikern und Klavierbauern. Er erhielt ab dem dritten Lebensjahr durch seinen Vater Antoine-Joseph, der Organist an der Stiftskirche Sainte-Waudru in Mons war, Violin-, Klavier- und Orgelunterricht und begann zu komponieren. Im Alter von neun Jahren schrieb er ein Violinkonzert, das in einem Konzert seines Vaters aufgeführt wurde. Er wurde mit der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn vertraut, bevor er 1800 nach Paris aufbrach, um sein Studium am dortigen Konservatorium fortzusetzen. Hier hatte er Unterricht in Harmonielehre bei Jean-Baptiste Rey; seine Klavierlehrer waren François-Adrien Boieldieu und Louis-Barthélémy Pradher. Während Rey nach Rameaus Theorie unterrichtete, veröffentlichte Charles Simon Catel sein eigenes Lehrwerk. 1807 gewann Fétis den deuxième Second Grand Prix de Rome mit der Kantate Ariane à Naxos nach einem Text von Jacques Bins de Saint-Victor (1772–1858).

Durch vertieftes Studium in Kontrapunkt und Fuge setzte sich Fétis intensiv mit der Musik von Palestrina, Bach und Händel auseinander. Nach seinem Studium hatte er mehrere Musiklehrerstellen im Norden Frankreichs inne, bevor er 1821 eine Professorenstelle für Komposition und Harmonielehre am Pariser Konservatorium erhielt. In dieser Zeit war Juan Crisóstomo de Arriaga sein Schüler. Fétis gründete 1827 eine musikkritische Wochenzeitschrift, deren Redaktion er alleine übernahm. Dies war sehr zeitaufwändig, denn hierzu musste er alle Konzerte, Ballett- und Opernaufführungen besuchen.

Text: “François-Joseph Fétis”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von François-Joseph Fétis

1 buch