Porträt von Franz Grillparzer
Foto: Josef Kriehuber · Wikimedia Commons

Autor

Franz Grillparzer

Österreichischer Dramatiker

Geboren
15. Januar 1791, Wien
Gestorben
21. Januar 1872, Wien
Staatsangehörigkeit
Habsburgermonarchie, Kaisertum Österreich und Cisleithanien
Beruf
Schriftsteller, Dichter, Dramatiker und Politiker

Leben und Werk

Franz Seraphicus Grillparzer (* 15. Jänner 1791 in Wien; † 21. Jänner 1872 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller, der vor allem als Dramatiker hervorgetreten ist. Aufgrund der identitätsstiftenden Verwendung seiner Werke wird er auch als österreichischer Nationaldichter bezeichnet.

Leben

Franz Grillparzer wurde als Sohn der Anna Franziska Sonnleithner (1767–1819), Tochter des Christoph Sonnleithner, und des Rechtsanwalts Wenzel E. J. Grillparzer (1760–1809) geboren. (Zum Nachnamen siehe Parz.)

Er wuchs mit seinen hoch verschuldeten Eltern und den Geschwistern in Wien in einem feudalen Haus am Bauernmarkt auf. 1805 war der Vater „Hof- und Gerichts-, auch Hofkriegsadvokat“ und wohnte in der Grünangergasse Konskr. Nr. 888.

Franz Grillparzer studierte an der Universität Wien die Rechte. Nach dem Studienabschluss 1811 war er zunächst Privatlehrer, dann Beamter und trat 1813 als Konzeptspraktikant bei der k. k. Hofkammer in den österreichischen Staatsdienst. 1821 bewarb er sich erfolglos um die Stelle des Skriptors in der kaiserlichen Privatbibliothek. Er wurde 1821 ins Finanzministerium versetzt. 1832 wurde er Archivdirektor bei der k. k. Hofkammer, dem späteren Finanzministerium. Diese Stelle bekleidete er, bis er 1856 in den Ruhestand trat.

Seine Bildungsjahre fielen in die Zeit der Französischen Revolution und die Napoleonische Epoche, deren Wirkungen selbst von Österreich umso weniger fernzuhalten waren, als damals die Traditionen des Josephinismus noch fortlebten. Grillparzer war mit seinem Drang des Schaffens und poetischen Bildens in einer zwiespältigen Situation, da er dem Konservatismus zuneigte und doch den geistigen Druck, die gewaltsame Bildungsreaktion unter der Regierung Franz’ I. bemerkte. Diese nahm einerseits die geistigen Errungenschaften des Sturm und Drang und der klassischen Literatur auf, andererseits wurde jeder Konflikt mit dem in Österreich herrschenden System und der herrschenden Lebensanschauung vermieden.

Text: “Franz Grillparzer”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Franz Grillparzer

15 bücher