Frederick Douglass (* als Frederick Augustus Washington Bailey, wahrscheinlich am 14. Februar 1818 auf einer Plantage bei Hillsboro im Talbot County, Maryland; † 20. Februar 1895 in Washington, D.C.) war ein entflohener amerikanischer Sklave, Abolitionist, Menschenrechtsaktivist, Politiker und Publizist. Er gilt als einflussreichster Afroamerikaner des 19. Jahrhunderts.
Herkunft und frühe Jahre
Da Frederick Douglass als Kind einer Sklavin, Harriet Bailey, zur Welt kam, wurde sein genaues Geburtsdatum nirgendwo festgehalten. Seine Großeltern mütterlicherseits waren Isaac und Betsey Bailey. Er selbst konnte sein ungefähres Alter nur schätzen, da er seinen Sklavenhalter 1835 sagen hörte, er sei um die 17 Jahre alt. Er erinnerte sich später, dass seine Mutter ihn „Little Valentine“ genannt hatte, und feierte seinen Geburtstag daher am 14. Februar, dem Valentinstag. Der Februar 1818 gilt als wahrscheinlicher Monat seiner Geburt. Als Geburtsort nannte er in seiner ersten, 1845 veröffentlichten Autobiographie Tuckahoe bei Hillsboro in Maryland. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um eine Farm seines ersten Sklavenhalters Aaron Anthony in der Nähe des Tuckahoe Creek. Heute befindet sich dort der Frederick Douglass Park on the Tuckahoe.
Douglass wurde schon kurz nach seiner Geburt von seiner Mutter getrennt und sah sie in seinem Leben nur wenige Male nachts, weil sie als Feldarbeiterin an Mister Stewart verdingt war, der etwa zwölf Meilen entfernt wohnte. Sie starb, als er etwa sieben Jahre alt war und bei seiner Großmutter, Betty Bailey, lebte. Douglass erlangte nie Gewissheit darüber, wer sein Vater war. Laut einem Gerücht, das er in seiner Autobiographie erwähnt, war es Aaron Anthony (1767–1826) selbst, sein Sklavenhalter und der seiner Mutter. Nach Anthonys Tod 1826 „erbten“ dessen Tochter Lucretia Planner Anthony (1804–1827) und ihr Mann Thomas Auld den jungen Douglass. Als weitere Geschwister galten auch Perry Bailey (1813–1878) und Eliza Bailey Mitchell (1816–1881).