Fredrika Bremer (* 17. August 1801 auf dem Gut Tuorla bei Piikkiö; † 31. Dezember 1865 auf Schloss Årsta, Gemeinde Haninge) war eine schwedische Schriftstellerin und Initiatorin der schwedischen Frauenbewegung.
Leben
Fredrika Bremer war die Tochter eines Stahlfabrikanten und stammte aus dem gehobenen Bürgertum. Sie verweigerte sich einem standesgemäßen Leben als verheiratete, auf das Haus beschränkte Frau und wurde Schriftstellerin. 1849 brach sie zu einer Reise in die USA auf und richtete dort ihr besonderes Augenmerk auf die Situation von Frauen in der Neuen Welt.
Bedeutung
Durch ihre zahlreichen Kontakte und durch Erkenntnisse, die sie auf Reisen gewonnen hatte, verschaffte sie der intellektuellen Führungsschicht Skandinaviens Zugang zum Stand der Diskussion über die Rolle der Frau in anderen Ländern. In den USA traf sie Lucretia Mott und andere Feministinnen. In Stockholm schloss sie Freundschaft mit der Engländerin Frances Eliza Lewin (1804–1888), von der sie mit den Ideen von Jeremy Bentham, James Mill und dessen Sohn John Stuart Mill vertraut gemacht wurde. 1831 traf sie Per Johan Böklin, der sie in die griechische Philosophie, besonders aber in den Platonismus einführte. In dieser Zeit setzte sie sich auch mit den deutschen Romantikern auseinander. Sie stand in einem regen Austausch mit Mary Howitt, die viele ihrer Werke ins Englische übersetzte. In Louisa Alcotts Little Women wird aus Bremer vorgelesen. Die finnische Feministin Lucina Hagman schrieb eine Biografie über Fredrika Bremer.