Fredrika Charlotta Runeberg, geb. Tengström (* 2. September 1807 in Jakobstad; † 27. Mai 1879 in Helsinki), war eine finnlandschwedische Schriftstellerin.
Leben
Fredrika war die Tochter von Carl Fredrik Tengström und Anna Margaretha Bergbom und wuchs mit drei Schwestern und vier Brüdern auf. Fredrika lernte mit fünf Jahren lesen, ging jedoch nur zwei Jahre zur Schule und wurde ab ihrem siebten Lebensjahr zu Hause von ihrem Bruder Karl unterrichtet. Schwerpunkte des Unterrichts waren Religion und Deutsch. Später kam Fredrika in ein Mädchenpensionat nach Turku, wo sie Französisch und Englisch lernte.
Im Herbst 1827 zog Fredrika mit ihrer Mutter nach Pargas, da Turku im großen Stadtbrand von 1827 fast völlig zerstört wurde.
Sie lebte dort in einem Holzhaus aus dem 17. Jahrhundert, das seit 1977 als Museumscafé dient und in dem die bekannten Runeberg-Törtchen angeboten werden.
Sie war verheiratet mit ihrem Verwandten Johan Ludvig Runeberg, den sie in Pargas kennenlernte und mit dem sie acht Kinder hatte: Anna Carolina (1832–1833), Ludvig Mikael (* 1835), Lorenzo (* 1836), Walter Magnus (1838–1920), Johan Wilhelm (* 1843), Jakob Robert (1846–1919), Edvard Moritz (* 1848) und Fredrik Karl. Die Familie lebte in Helsinki und Porvoo.
Fredrika Runeberg gilt als Finnlands erste Journalistin und als die erste Autorin, die die Stellung der Frau in Gesellschaft und Familie kritisch analysierte. 1833–1836 arbeitete sie für die Redaktion der Zeitung Helsingfors Morgonbladet, veröffentlichte eigene Artikel und übersetzte Artikel aus anderen Sprachen ins Schwedische. Sie war somit Finnlands erste Zeitungsredakteurin.