Autor
Fritz Müller
Deutsch-brasilianischer Biologe (1822–1897)
- Geboren
- 31. März 1822, Windischholzhausen
- Gestorben
- 21. Mai 1897, Blumenau
- Staatsangehörigkeit
- Brasilien und Königreich Preußen
- Beruf
- Zoologe, Entomologe, Naturwissenschaftler, Botaniker und Wissenschaftler
- Strömung
- Atheismus
- Wichtige Werke
- Für Darwin
Leben und Werk
Johann Friedrich Theodor Müller (* 31. März 1822 in Windischholzhausen; † 21. Mai 1897 in Blumenau, Brasilien), auch Fritz Müller genannt, war ein deutscher Biologe, der nach Brasilien emigrierte, wo er als Farmer, Lehrer und Naturforscher arbeitete und wesentliche Beiträge zur Naturgeschichte des Regenwaldes lieferte. Er war einer der ersten Anhänger des Darwinismus.
Die „Müller’sche Mimikry“ ist nach ihm benannt: Unterschiedliche Arten, häufig giftige oder ungenießbare Insekten, haben ein ähnliches Aussehen (Warntracht). Die Fressfeinde lernen dadurch schneller, Tiere mit diesem Aussehen zu meiden.
Leben
Johann Friedrich Theodor Müller wurde am 31. März 1822 in Windischholzhausen, heute einem Stadtteil von Erfurt, als Sohn des Pfarrers Johann Friedrich Müller und der Tochter des Apothekers Johann Bartholomäus Trommsdorff, Marthe Caroline Trommsdorff geboren. Der Botaniker Hermann Müller war sein jüngerer Bruder. Nach dem Besuch des Gymnasiums 1835 bis 1840 in Erfurt, dem Beginn einer Apothekerlehre, die er kurz darauf abbrach, studierte er in Berlin Mathematik und Naturwissenschaften und legte 1845 das Oberlehrerexamen ab. Aus Gewissensgründen gab er seine Lehreranstellung als Beamter eines christlichen Staates auf, da er überzeugt war, dass Naturgesetze und „christlicher Wunderglaube“ nicht zusammenpassten und er jede Heuchelei ablehnte. Danach nahm Müller ein Medizinstudium auf. Als Atheist weigerte er sich, den Eid mit der religiösen Formel „so wahr mir Gott helfe“ abzulegen und musste deshalb sein Studium ohne Abschluss beenden. Vom Ausgang der Märzrevolution 1848 war er enttäuscht. Wegen schlechter Berufsaussichten in Deutschland wanderte er 1852 frisch verheiratet mit seiner Frau (mit der er schon eine Weile zusammengelebt hatte; die Aussichten als Auswanderer schienen ihm als Verheirateter günstiger, so dass er sich gegen seine Überzeugung trauen ließ – einer der wohl wenigen Kompromisse in seinem Leben), seiner ersten kleinen Tochter (fünf weitere Töchter sollten folgen) und seinem Bruder August nach der von Hermann Blumenau neu gegründeten Kolonie Blumenau im Südosten des Kaiserreichs Brasilien aus, wie es auch andere von der Revolution Betroffene wie Ottokar Dörffel und Theodor Schiefler taten. 1852 nahm er eine Stelle als Lehrer für Naturwissenschaften in Desterro (dem heutigen Florianópolis) an der Atlantikküste an. Nach der Übernahme der Schule durch Jesuiten verlor er seine Stelle 1864.
Text: “Johann Friedrich Theodor Müller”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Fritz Müller
1 buch

