Autor
Gabriel Naudé
Französischer Gelehrter und Bibliothekar
- Geboren
- 2. Februar 1600, Paris
- Gestorben
- 10. Juli 1653, Abbeville
- Staatsangehörigkeit
- Königreich Frankreich
- Beruf
- Schriftsteller, Bibliothekar und Bibliograph
- Strömung
- Erudite libertinism
Leben und Werk
Gabriel Naudé, latinisiert Naudaeus (* 2. Februar 1600 in Paris; † 10. Juli 1653 in Abbeville), war ein französischer Gelehrter und Bibliothekar.
Leben
Gabriel Naudé wurde in Paris in eine Familie aus einfachsten Verhältnissen geboren. Sein Vater Gilles Naudé war ein niederer Finanzbeamter, seine Mutter Marguerite Descamin war des Lesens unkundig.
Dank der finanziellen Unterstützung seines Patenonkels Gabriel de Guénégaud konnte Naudé nacheinander an den besten Schulen von Paris studieren (Collège du Cardinal Lemoine, College Harcourt, Collège de Navarre und College Montaigu).
Nach dem Studium der Literatur, der Philosophie und der Medizin war er vornehmlich als Bibliothekar tätig. In dieser Eigenschaft stand er nacheinander in den Diensten der Kardinäle Giovanni Francesco Bagni (1578–1641) und Francesco Barberini (1597–1679) in Rom, bevor er in zehn Jahren, im Laufe welcher er unermüdlich Europa bereiste, die erste Bibliothek für den Pariser Stadtpalast des Kardinals und Ministers Jules Mazarin (1602–1662) aufbaute. In Mazarins Auftrag erwarb er mehrere tausende kostbare und seltene Bücher und Manuskripte.
Als Bibliothekar wurde Naudé insbesondere durch seine 1627 verfasste Schrift: Advis pour dresser une bibliothèque („Hinweis zum Aufbau einer Bibliothek“) berühmt, dem ersten französischen Handbuch des Bibliothekswesens. In seinen Werken beschäftigte er sich unter anderem mit Esoterik und der Magie, die er in weiße Magie (heilende, schützende), schwarze Magie (schadende), göttliche Magie und natürliche Magie gliederte, wobei er letzterer die Astronomie, die Chemie und weitere Wissenschaften unterordnete. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschungen waren die Rosenkreuzer.
Text: “Gabriel Naudé”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

