Porträt von Gaston Tissandier
Foto: Photographer : Alphonse Liébert (1827–1913) Upload, stitch and restoration by Jebulon · Wikimedia Commons

Autor

Gaston Tissandier

Französischer Chemiker, Meteorologe und Luftschiffer

Geboren
20. November 1843, Paris
Gestorben
30. August 1899, Rue Bleue
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Chemiker, Flugingenieur, Meteorologe, Ballonfahrer und Physiker

Leben und Werk

Gaston Tissandier (* 20. oder 21. November 1843 Paris; † 30. August 1899 ebenda) war ein französischer Chemiker, Meteorologe und Luftschiffer.

Leben

Gaston Tissandier war der zweite Sohn des Generalrats Paul Emmanuel Tissandier und der Caroline Agathe geborene Decan de Chatouville und Enkel des Botanikers L’Héritier de Brutelle, Mitglied der französischen Akademie der Wissenschaften. Er absolvierte das Lycée Bonaparte und widmete sich daraufhin vorwiegend der Chemie, zunächst im Laboratorium des Conservatoire national des arts et métiers unter der Leitung von Pierre-Paul Dehérain. Gleichzeitig setzte er sein Studium an der Sorbonne und als Hörer freier Vorlesungen am Collège de France fort, bevor er 1864 im Alter von 21 Jahren an das Versuchslaboratoriums der Union nationale berufen wurde, das er bis 1874 leitete.

In dieser Zeit beschäftigte er sich auch mit meteorologischen Arbeiten, und 1868 unternahm er daher von Calais aus mit Claude-Jules Duruof (1841–1899) seine erste Ballonfahrt. 1869 legte er mit Wilfrid de Fonvielle 90 km in 35 Minuten zurück.

Seitdem stieg er mit seinem älteren Bruder Albert (1839–1906) mehr als 20-mal auf. 1870 floh er mittels eines Ballons aus dem belagerten Paris. 1875 mit Joseph Crocé-Spinelli (1845–1875) und Théodore Sivel (1834–1875) zwei Fahrten, von denen eine 23 Stunden dauerte. Die zweite Fahrt am 15. April 1875, hauptsächlich zum Zweck spektroskopischer Untersuchungen unternommen, führte in eine Höhe von 8.600 m. Seine beiden Begleiter kostete der Sauerstoffmangel das Leben, Tissandier überlebte, verlor aber das Gehör. Im Jahr 1881 wurde von den Gebrüdern Tissandier erstmals ein Luftschiff vorgestellt, das mit einem Elektromotor bestückt war. Der 1,5-PS-Motor der Firma Siemens trieb eine zweiflügelige Luftschraube an. Dieses Wasserstoff-Luftschiff hatte seinen Erstflug am 8. Oktober 1883. Zunächst war dieser Prototyp privat finanziert. Ein zweites Modell, nun mit einem stärkeren Elektromotor, wurde im August 1884 durch das französische Militär abgenommen und erstmals erprobt.

Text: “Gaston Tissandier”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Gaston Tissandier

3 bücher