Georg Moritz Ebers (* 1. März 1837 in Berlin; † 7. August 1898 in Tutzing) war ein deutscher Ägyptologe und Schriftsteller. Durch seine historischen Romane und populärwissenschaftlichen Werke trug er maßgeblich zur Verbreitung der Ägyptologie im ausgehenden 19. Jahrhundert bei. Sein Name ist eng mit dem Papyrus Ebers verbunden, einem der ältesten medizinischen Texte der Welt.
Leben
Georg Ebers entstammte einer wohlhabenden jüdischen Familie des Berliner Großbürgertums. Seine Eltern, der Porzellanfabrikant und Bankier Georg Moritz Ebers (1802–1837) und dessen Ehefrau Fanny, geborene Levysohn (1802–1886), waren zum Christentum konvertiert. Nach dem frühen Tod des Vaters wurde Ebers von seiner Mutter nach Keilhau bei Rudolstadt in die dortige Knabenerziehungsanstalt geschickt. 1852 wechselte er auf das Gymnasium in Cottbus, musste dieses jedoch aufgrund einer Affäre mit einer Schauspielerin verlassen. Sein Abitur legte er 1857 in Quedlinburg ab.
Ebers studierte zunächst Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen, wo er sich dem Corps Saxonia anschloss. Bald interessierte er sich mehr und mehr für das alte Ägypten. Sein Lehrer in der Beschäftigung mit den Hieroglyphen war Richard Lepsius. 1865 habilitierte sich Ebers in Jena und wurde Privatdozent, 1869 a. o. Professor für Ägyptologie.
1870 als a. o. Professor nach Leipzig berufen, erhielt er 1875 den Lehrstuhl. Seit 1876 schwer erkrankt, wurde er auf eigenen Wunsch 1889 vorzeitig emeritiert, als sich außerdem eine seit 1887 bestehende linksseitige Stimmbandlähmung nicht besserte und ihn an der Durchführung von Vorlesungen hinderte.