Autor
Georg Forster
Deutscher Naturforscher, Ethnologe, Reiseschriftsteller, Journalist, Essayist und Revolutionär (1754–1794)
- Geboren
- 27. November 1754, Mokry Dwór
- Gestorben
- 10. Januar 1794, Paris
- Staatsangehörigkeit
- Polen-Litauen, Preußen Königlichen Anteils und Mainzer Republik
- Beruf
- Forschungsreisender, Anthropologe, Ethnologe, Pteridologe und Bibliothekar
Leben und Werk
Johann Georg Adam Forster (* 27. November 1754 in Nassenhuben, Polnisch-Preußen; † 10. Januar 1794 in Paris) war ein deutscher Naturforscher, Ethnologe, Reiseschriftsteller und Revolutionär in der Zeit der Aufklärung. Forster gilt als einer der ersten Vertreter der wissenschaftlichen Reiseliteratur. Daneben trat er auch als Übersetzer, Journalist und Essayist hervor.
Forster nahm an der zweiten Weltumsegelung James Cooks teil und lieferte wichtige Beiträge zur vergleichenden Länder- und Völkerkunde der Südsee. An Hochschulen in Kassel und Wilna lehrte er Naturgeschichte. Als deutscher Jakobiner und Mitglied des Mainzer Jakobinerklubs gehörte er zu den Protagonisten der kurzlebigen Mainzer Republik.
Leben
Das Leben Georg Forsters war kurz, aber reich an Erfahrungen und Erlebnissen, wie sie im 18. Jahrhundert nur wenigen Menschen vergönnt waren. Kaum ein anderer deutscher Aufklärer hat mehr von der Welt gesehen als er.
Frühe Russlandreise und Übersetzertätigkeit
Georg Forster war der Sohn des Naturforschers und reformierten Pastors Johann Reinhold Forster und dessen Frau Justina Elisabeth, geb. Nicolai. Der Vater, stärker an Philosophie und Naturwissenschaften als an Theologie interessiert, nahm seinen erst zehnjährigen Erstgeborenen im Jahr 1765 mit auf eine Studienreise an den Unterlauf der Wolga. Dort siedelten seit kurzem deutsche Auswanderer, die dem Ruf Katharinas der Großen gefolgt waren. Im Auftrag der russischen Regierung sollte Johann Reinhold Forster die Verwaltung und Lebensverhältnisse der Wolgadeutschen untersuchen. Die Reise führte ihn von Mai bis August 1765 bis zum Eltonsee in der Kaspischen Senke, etwa 160 km östlich des heutigen Wolgograd. Bereits damals war der junge Forster an kartografischen Studien und an Bodenuntersuchungen beteiligt. Vater und Sohn verlebten das folgende Jahr in Sankt Petersburg, wo Johann seine Berichte redigierte. Georg besuchte in dieser Zeit die Petrischule und lernte fließend Russisch.
Text: “Georg Forster”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

