Porträt von Georg Simmel
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Autor

Georg Simmel

Deutscher Philosoph und Soziologe (1858–1918)

Geboren
1. März 1858, Berlin
Gestorben
26. September 1918, Straßburg
Staatsangehörigkeit
Königreich Preußen
Beruf
Philosoph, Soziologe und Hochschullehrer
Strömung
Neukantianismus
Wichtige Werke
Sociology · Philosophie des Geldes

Leben und Werk

Georg Simmel (* 1. März 1858 in Berlin; † 26. September 1918 in Straßburg, Deutsches Reich) war ein deutscher Philosoph und Soziologe.

Er leistete Beiträge zur Kulturphilosophie, war Begründer der „formalen Soziologie“, einer Stadtsoziologie und der Konfliktsoziologie. Simmel stand in der Tradition der Lebensphilosophie, aber auch der des Neukantianismus.

Karriere

Georg Simmel wurde am 1. März 1858 in Berlin als jüngstes von sieben Kindern in einer Berliner Kaufmannsfamilie geboren. Sein Vater, Eduard Maria Simmel (1810–1874), vom Judentum zum Katholizismus konvertiert, war mit seiner Firma „Chocolaterie Simmel“ in Potsdam Hoflieferant des Preußischen Königs und Mitbegründer des 1852 in Berlin eröffneten Confiserie-Unternehmens „Felix & Sarotti“. Seine Mutter Flora Bodstein (1818–1897) stammte aus einer vom Judentum zum Protestantismus konvertierten Breslauer Familie. Georg Simmel wurde protestantisch getauft, die Erziehung durch die Mutter war vorrangig christlich geprägt. Als sein Vater 1874 starb, wurde der Mitbegründer des „Musik-Editions-Verlages Peters“ Julius Friedländer (1827–1882), ein Freund der Familie, zu seinem Vormund bestimmt. Dieser adoptierte Georg später und hinterließ ihm ein Vermögen, das ihn wirtschaftlich unabhängig machte. Nach dem Abitur 1876 am Friedrichwerderschen Gymnasium in Berlin studierte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin Geschichte, Völkerpsychologie, Philosophie, Kunstgeschichte und Altitalienisch in den Nebenfächern. 1881 wurde er mit der aus dem Jahr 1880 stammenden preisgekrönten Schrift über Kants Materiebegriff „Die Natur der Materie nach Kants Physikalischer Monadologie“ promoviert, nachdem eine ursprünglich als Dissertationsschrift vorgesehene Arbeit zur Musikethnologie „Psychologisch-ethnische Studien über die Anfänge der Musik“ abgelehnt worden war. Im Jahr 1885 habilitierte er sich mit einer Arbeit über „Kants Lehre von Raum und Zeit“. Ab 1885 war er Privatdozent für Philosophie an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Seine hauptsächlichen Themen waren Logik, Geschichtsphilosophie, Ethik, Sozialpsychologie und Soziologie. Er war ein sehr beliebter Dozent mit breiter, thematisch heftig interessierter Zuhörerschaft.

Text: “Georg Simmel”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Georg Simmel

1 buch