George Quayle Cannon (* 11. Januar 1827 in Liverpool, England; † 12. April 1901 in Monterey, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Politiker. Zwischen 1873 und 1881 vertrat er das Utah-Territorium als Delegierter im US-Repräsentantenhaus. Außerdem war er ein hochrangiges Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).
Frühe Jahre und Aufstieg
George Cannon besuchte die öffentlichen Schulen seiner britischen Heimat. Im Jahr 1842 kam er mit seinem Vater in die Vereinigten Staaten; die Mutter war während der Überfahrt verstorben. Die Familie ließ sich in Nauvoo in Illinois nieder. Cannon war Mitglied der dort ansässigen Religionsgemeinschaft der Mormonen. Nach der Ermordung des Kirchenführers Joseph Smith zog er mit seiner Kirche nach Salt Lake City im späteren Utah-Territorium. Smiths Nachfolger als Oberhaupt der Mormonenkirche, Brigham Young, schickte George Cannon im Jahr 1849 nach Kalifornien und 1850 nach Hawaii, wo er missionarisch tätig wurde. Im Jahr 1854 kehrte Cannon nach Salt Lake City zurück. Dort war er im Druckereigewerbe tätig. Zwischen 1856 und 1857 gab er die Zeitung „Western Standard“ heraus. Von 1867 bis 1879 verlegte er mit einer dreijährigen Unterbrechung in den Jahren 1874 bis 1877 die Zeitung Deseret News.
Politische Laufbahn
George Cannon wurde Mitglied der Republikanischen Partei. Er wurde Mitglied des Vorstands und dann Kanzler der Deseret University, aus der später die University of Utah hervorging. Bei den Kongresswahlen des Jahres 1872 wurde George Cannon als Delegierten des Utah-Territoriums in das US-Repräsentantenhaus in Washington gewählt, wo er am 4. März 1873 William Henry Hooper ablöste. Nach einigen Wiederwahlen konnte er dieses Amt bis zum 3. März 1881 ausüben.