Autor
Georges Clemenceau
Französischer Politiker
- Geboren
- 28. September 1841, Mouilleron-en-Pareds
- Gestorben
- 24. November 1929, Paris
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Politiker, Journalist, Arzt, Drehbuchautor und Romancier
Leben und Werk
Georges Benjamin Clemenceau [ʒɔʀʒ bɛ̃ʒaˈmɛ̃ klemɑ̃ˈso] (* 28. September 1841 in Mouilleron-en-Pareds, Département Vendée; † 24. November 1929 in Paris) war ein französischer Journalist, Politiker und Staatsmann der Dritten Republik. Als einer der führenden Vertreter des linksbürgerlichen Parti radical war er von 1906 bis 1909 und noch einmal von 1917 bis 1920 französischer Ministerpräsident.
Er trat 1899 als Fürsprecher eines Wiederaufnahmeverfahrens zur Rehabilitierung von Alfred Dreyfus hervor. 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, war er einer der „Großen Vier“ bei der Pariser Friedenskonferenz 1919, wo er eine harte Politik gegenüber Deutschland forderte.
Leben
Georges Clemenceau studierte zunächst Medizin in Nantes und Paris. In Paris wurde er politisch aktiv und gründete mit politischen Freunden seine erste Zeitung Le Travail. Später folgten die Zeitungen La Justice, L’Aurore, Le Bloc und L’Homme libre. Er gab sich entschieden antiklerikal und opponierte als entschiedener Anhänger der Republik gegen das Zweite Kaiserreich, weshalb er mehrfach für kurze Zeit verhaftet wurde.
Von 1865 bis 1869 arbeitete er als Journalist und Lehrer an einer Mädchenschule in Stamford, Connecticut, wo er seine frühere Schülerin Mary Plummer 1869 heiratete und mit ihr drei Kinder bekam. Die Ehe wurde nach sieben Jahren geschieden.
1870 kehrte er nach Frankreich zurück und wurde im selben Jahr Bürgermeister von Montmartre. 1871 verlor er sein Amt durch den Aufstand der Pariser Kommune, nach deren Niederschlagung gelang seine Wahl in die Abgeordnetenkammer als Abgeordneter der Radikalsozialisten. Als radikaler Nationalist stimmte er 1871 gegen den Frieden mit Deutschland. Seit dessen Abschluss und der darin verabredeten Abtretung Elsass-Lothringens bemühte er sich, den Gedanken einer Revanche an Deutschland wach zu halten. Deswegen sprach er sich entschieden gegen die Kolonialpolitik von Ministerpräsident Jules Ferry aus, die seines Erachtens vom politischen Ziel der „blauen Bergkämme der Vogesen“ ablenken würde. Deswegen und als Antiklerikaler erwarb er sich in seiner Partei einen Ruf und wurde zum profiliertesten Vertreter der politischen Linken in der Dritten Republik. 1876 wurde er Vorsitzender der Radikalsozialisten. 1885 stürzte er das Kabinett Ferry II und erhielt den Beinamen „le tigre“ (der Tiger). Im Zusammenhang mit dem Panamaskandal wurde er 1893 nicht wieder in die Kammer gewählt. Während der Dreyfus-Affäre setzte er sich als Eigentümer und Herausgeber der Zeitschrift L’Aurore gemeinsam mit Jean Jaurès und Émile Zola für den verurteilten Offizier ein. Zolas berühmtes J’accuse erschien 1898 in L’Aurore. In dieser Krise, die die Republik tief erschütterte, wurde Clemenceau zu einem der bedeutendsten Politiker Frankreichs.
Text: “Georges Clemenceau”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Georges Clemenceau
1 buch

