Porträt von Georgii Valentinovich Plekhanov
Foto: Karl Bulla · Wikimedia Commons

Autor

Georgii Valentinovich Plekhanov

Russischer Journalist und Philosoph

Geboren
29. November 1856, Gudalovka
Gestorben
30. Mai 1918, Selenogorsk
Staatsangehörigkeit
Russisches Kaiserreich
Beruf
Philosoph, Politiker, Journalist, Schriftsteller und Historiker
Wichtige Werke
Anarchismus und Sozialismus

Leben und Werk

Georgi Walentinowitsch Plechanow (russisch Гео́ргий Валенти́нович Плеха́нов, wiss. Transliteration Georgij Valentinovič Plechanov; * 29. Novemberjul. / 11. Dezember 1856greg. in Gudalowka, heute zur Oblast Lipezk; † 30. Mai 1918 in Terijoki, Finnland, heute Russland) war ein russischer Journalist und Philosoph, der die Erfahrungen des Scheiterns der russischen volksschwärmerischen und sozialrevolutionär-terroristischen Bewegung der Narodniki und den westeuropäischen Marxismus verband.

Anhänger der Narodniki

Plechanow entstammte einer Familie des mittleren russischen Landadels. Seine Kindheit verbrachte er in einer Kadettenanstalt, verließ aber die Petersburger Militärakademie 1873 nach wenigen Monaten. Ein anschließendes Ingenieurstudium führt er nicht zu Ende. Schon in seiner Jugend hatte er sich der revolutionären Bewegung angeschlossen. 1876 war er als zwanzigjähriger Student Redner bei der ersten russischen Arbeiterdemonstration, bei der rote Fahnen gezeigt wurden. Zunächst stand er den Narodniki nahe, distanzierte sich aber bald von deren Terrormethoden. In der Gruppe „Schwarze Umverteilung“ verfolgte er agarsozialistische Ziele. Im Unterschied zu anderen Narodniki verwies der junge Plechanow in seinen ersten theoretischen Schriften auf die Bedeutung der mit der Bauernschaft eng verbundenen städtischen Arbeiter, die wie die Bauern noch an den alten Gemeindeidealen festhielten.

Exil und die Gruppe Befreiung der Arbeit

1881 ging Plechanow ins Exil in der Schweiz, wo er bis zur Februarrevolution 1917 blieb. Dort wurde er von der marxistischen Literatur Westeuropas reichlich beeinflusst.

Text: “Georgi Walentinowitsch Plechanow”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

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