Friedrich Gerhard Rohlfs (* 14. April 1831 in Vegesack, Freie Hansestadt Bremen; † 2. Juni 1896 in Rüngsdorf, Landkreis Bonn) war ein deutscher Afrikaforscher und Schriftsteller.
Jugend und Ausbildung
Gerhard Rohlfs war der dritte Sohn des Landarztes Gottfried Heinrich Rohlfs und der Marie Adelheid Wernsing. In seiner Kindheit und frühen Jugend wurde er wie seine sechs Geschwister von Hauslehrern unterrichtet. Der körperlich sehr schwach konstituierte Junge erwies sich in seiner Jugend als schwacher Schüler, der es ablehnte, den von den Eltern vorgegebenen Berufsweg als Mediziner einzuschlagen. Im Alter von fast 15 Jahren kam er auf das Ratsgymnasium Osnabrück. Der schulische Zwang wurde ihm so unerträglich, dass er seine Uhr verkaufte, seinen Eltern einen Abschiedsbrief schrieb und in Amsterdam versuchte, als Decksjunge auf einem Schiff anzuheuern. Die Mutter verhinderte dies im letzten Moment. Rohlfs wechselte auf das Gymnasium Ernestinum in Celle, das er schon am 21. Juni 1847 verließ, um die zum Abitur führende „Gelehrtenschule“ in Bremen aufzusuchen. Auch diese verließ er vorzeitig ohne Abschluss und trat zunächst in das Bremische Füsilier-Bataillon ein und anschließend als Unteroffizier in die schleswig-holsteinische Armee. Im Krieg gegen Dänemark nahm er im Juli 1850 an der Schlacht bei Idstedt teil.
Die Niederlage der schleswig-holsteinischen Armee führte jedoch bald danach zu deren Reduzierung. Aus dieser wurde er – gegen seinen Willen und gegen seine Bewerbung – am 30. März 1851 entlassen.