Porträt von Giuseppe Garibaldi
Foto: In album: Cartes-de-visite portraits of U.S. Army officers, children, and others, p. 15, right. · Wikimedia Commons

Autor

Giuseppe Garibaldi

Italienischer Freiheitskämpfer im Risorgimento (1807–1882)

Geboren
4. Juli 1807, Nizza
Gestorben
2. Juni 1882, Caprera
Staatsangehörigkeit
Republik Piratini, Königreich Italien und Frankreich
Beruf
Politiker, Schriftsteller, Autobiograf, Widerstandskämpfer und Militär
Wichtige Werke
Risorgimento

Leben und Werk

Giuseppe Garibaldi (* 4. Juli 1807 in Nizza; † 2. Juni 1882 auf Caprera) war ein italienischer Freiheitskämpfer und einer der populärsten Protagonisten des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung zwischen 1820 und 1870.

Frühe Jahre

Giuseppe Garibaldi wurde als zweiter Sohn des Seemanns Domenico Garibaldi (1766–1841) und seiner Frau Rosa (geborene Raimondo) (1776–1852) in Nizza geboren; der Vater stammte aus Chiavari, die Mutter aus Loano. Nizza gehörte eigentlich zu Sardinien-Piemont, war aber seit 1793 von Frankreich besetzt; man sprach Französisch, und so wurde das Kind auf den Namen Joseph-Marie Garibaldi getauft. 1822 heuerte er als Seemann auf dem Frachter seines Vaters, der Tartane Santa Reparata, an, zuletzt diente er als Erster Offizier. Als Sechzehnjähriger heuerte er auf einer russischen Brigg unter einem italienischen Kapitän an. Im April 1833 reiste Garibaldi nach Taganrog am Asowschen Meer, wo er Giovanni Battista Cuneo (1809–1875) aus Oneglia, einen emigrierten Vertreter des Jungen Italien, kennenlernte und sich mit den Ideen von Giuseppe Mazzini, einem Vordenker des italienischen Nationalismus, auseinandersetzte. Gegen Ende desselben Jahres trat er in Genf dem Geheimbund der Carbonari bei.

Beeinflusst von Mazzini und durch frühe Vorstellungen eines geeinten Europas unter republikanisch-demokratischen Bedingungen, nahm er 1834 an einem Aufstand im Piemont teil. Als dieser gescheitert war, wurde Garibaldi in Genua zum Tode verurteilt und floh nach Marseille.

Aufenthalt in Südamerika

Im Jahr 1836 gelang Garibaldi die Flucht nach Südamerika. Dort beteiligte er sich an der Farrapen-Revolution in Brasilien. Im Oktober 1839 lernte er dabei Ana Maria „Anita“ de Ribeiro (30. August 1821 bis 4. August 1849) kennen und lieben. Einen Monat später beteiligte sich das Paar gemeinsam an den Gefechten bei Imbituba und Laguna. 1841 zogen sie sich nach Montevideo zurück und heirateten dort am 26. März 1842. Garibaldi überbrückte die Zeit als Händler und Schulmeister. Er erhielt von Uruguay 1842 ein Flottenkommando und stellte im Krieg gegen den argentinischen Diktator Juan Manuel de Rosas eine kleine italienische Legion auf. 1847 beteiligte er sich mit seinen Freiwilligen an der Verteidigung Montevideos gegen Argentinien und den ehemaligen uruguayischen Präsidenten Manuel Oribe.

Text: “Giuseppe Garibaldi”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Giuseppe Garibaldi

5 bücher