Autor
Godefroid Kurth
Belgischer Historiker
- Geboren
- 11. Mai 1847, Arlon
- Gestorben
- 4. Januar 1916, Asse
- Staatsangehörigkeit
- Belgien
- Beruf
- Historiker, Philosoph, Sekundarlehrer, Leiter und Mediävist
Leben und Werk
Godefroid Kurth (* 11. Mai 1847 in Arlon; † 4. Januar 1916 in Asse) war ein belgischer Historiker. Bekannt wurde er für seine Geschichte der Stadt Lüttich im Mittelalter und seine Geschichte Belgiens, für die katholisch geprägten Origines de la civilisation moderne zur Entwicklung des modernen Europa sowie für seine Verteidigung des mittelalterlichen Zunftwesens.
Leben
Sein Vater stammte aus Köln, war Soldat und später Polizeikommissar in Arlon, seine Mutter aus Arlon, so dass er in Luxemburgischer Sprache aufwuchs. Er besuchte das Athenäum in Arlon und Lüttich, wobei er als Schüler mehrere landesweite Preise gewann, und studierte an der École normale in Lüttich mit dem Abschluss 1869. Danach unterrichtete er Geschichte am Athenäum in Lüttich. 1873 wurde er promoviert (Caton l’ancien, étude biographique, dt. Biographie Cato des Älteren) und Professor an der Universität Lüttich. 1906 verließ er die Universität, nachdem er aufgrund seiner streng katholischen Positionen erhebliche Schwierigkeiten bekommen hatte. Darüber hinaus setzte sich Kurth vor allem für den Erhalt und die Pflege der deutschen Sprache ein und gründete zu diesem Zweck im Jahr 1893 den „Verein zur Pflege und Hebung der deutschen Muttersprache im deutschsprechenden Belgien“. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ließ er dieses Engagement ruhen und der Verein wurde später aufgelöst. Erst im Jahr 1931 wurde unter anderem durch den Germanisten Heinrich Bischoff im Grenzort Tintingen der „Bund der Deutsch-Belgier“ gegründet, der die Vision Kurths wiederbeleben und fortführen sollte.
Text: “Godefroid Kurth”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Godefroid Kurth
1 buch

