Autor
Gregor Mendel
Österreichischer Mönch und Genetiker
- Geboren
- 20. Juli 1822, Hynčice
- Gestorben
- 6. Januar 1884, Brünn
- Staatsangehörigkeit
- Cisleithanien und Kaisertum Österreich
- Beruf
- Biologe, Genetiker, Imker, Mathematiker und Botaniker
Leben und Werk
Gregor Johann Mendel OESA (tschechisch Řehoř Jan Mendel, Geburtsname Johann Mendel * 20. Juli 1822 in Heinzendorf bei Odrau, Österreichisch-Schlesien; † 6. Januar 1884 in Brünn, Mähren) war ein mährisch-österreichischer Priester des Augustinerordens und seit 1868 exemter Abt der Brünner Abtei St. Thomas.
Bedeutend wurde er als Entdecker der nach ihm benannten Mendelschen Regeln der Vererbung, die er 1866 veröffentlichte. Seine Kreuzungsversuche, die er über viele Jahre im Klostergarten durchführte, folgten einem völlig neuen, quantitativen Ansatz und begründeten die Vererbungslehre. Mendels Ergebnisse wurden in Fachkreisen lange nicht verstanden. Sie wurden erst im Jahre 1900 durch Wissenschaftler bestätigt, die übereinstimmende Resultate erhalten hatten.
Herkunft, Schule und erstes Studium
Johann Mendel war der Sohn der Kleinbauern Anton und Rosina Mendel. Er hatte vier Schwestern, von denen allerdings nur zwei das Erwachsenenalter erreichten. Schon als Kind half er im elterlichen Garten bei der Veredlung der Obstbäume. Als ausgezeichneter Schüler konnte er nach der Dorfschule ab 1834 das Gymnasium in Troppau besuchen, wobei er allerdings ab seinem 16. Lebensjahr seinen Lebensunterhalt größtenteils als Privatlehrer selbst verdienen musste. Mehrere schnell aufeinanderfolgende Unglücksfälle, darunter eine schwere Verletzung des Vaters bei Waldarbeiten im Jahre 1838, verhinderten, dass seine Eltern ihn weiter unterstützen konnten. Als einziger Sohn der Familie sollte Johann eigentlich den Bauernhof übernehmen. Nur weil seine jüngere Schwester Theresia teilweise auf ihr Erbe verzichtete und sein Schwager den Hof übernahm, konnte er eine akademische Laufbahn anstreben. Der Leiter des Troppauer Gymnasiums und Lehrer von Mendel, Faustin Ens, hatte an dieser Schule ein schon damals berühmtes naturkundliches Museum eingerichtet, aus dem später das Schlesische Landesmuseum hervorging. Dort durfte Mendel seinem Lehrer bei der Betreuung des Museums zur Hand gehen. Mendel verließ das Gymnasium im Jahre 1840 als einer der besten Schüler seiner Klasse. Von 1840 bis 1843 studierte er am Philosophischen Institut der Universität Olmütz. Die ersten beiden Jahrgänge des Studiums schloss er 1843 mit sehr guten Noten ab. Dann sah er sich, wie er in seiner kurzen Autobiografie vermerkt, wegen „bitterer Nahrungssorgen“ gezwungen, seine Studien abzubrechen und Ordensmann zu werden.
Text: “Gregor Mendel”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

