Autor
Guillaume Lejean
Französischer Entdecker und Forschungsreisender
- Geboren
- 1. Februar 1824, Plouégat-Guérand
- Gestorben
- 2. Februar 1871, Plouégat-Guérand
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Forschungsreisender und Geograph
Leben und Werk
Guillaume Lejean (* 1828 in Plouégat-Guérand, Département Finistère; † 1. Februar 1871 ebenda) war ein französischer Geograph und Forschungsreisender.
Leben
Guillaume Lejean war der Sohn eines Gutsbesitzers, wurde im geistlichen Seminar zu Saint-Pol-de-Léon gebildet und trat bereits als 17-Jähriger im Journal de Morlaix mit einer Arbeit über die Origines bretonnes in die Öffentlichkeit. Nachdem er eine Zeit lang Präfekturbeamter in Morlaix gewesen war, ging er zu seiner weiteren wissenschaftlichen Ausbildung nach Paris, wo er, wie vorher in seiner Amtsstellung in Morlaix, die historischen Studien über seine heimatliche Provinz fortsetzte. Als deren Ergebnis ließ er damals das Werk Histoire politique et municipale de la ville et de la communauté de Morlaix (Morlaix 1847) und La Bretagne, son histoire et ses historiens (Paris 1850) erscheinen. Hierauf wandte er sich vorzugsweise dem Studium der Geographie zu. Seit dem Jahr 1856, in dem er Mitglied der Pariser Geographischen Gesellschaft geworden war, veröffentlichte er in deren Bulletin sowie in Petermanns Geographischen Mitteilungen und anderen Journalen verschiedene geographische Arbeiten.
Lejeans Plan zu einer Reise ins Innere Australiens, mit dem er sich schon 1848 getragen hatte, war unausgeführt geblieben, und so eröffnete er seine Karriere als Forschungsreisender 1857 auf demselben Gebiet, dem er auch später seine meiste Zeit widmete, der europäischen Türkei. Durch Protektion war er von der französischen Regierung mit dem Auftrag betraut worden, auf der Balkanhalbinsel topographische, historische und ethnographische Forschungen vorzunehmen. Auf sechsjährigen Reisen 1857, 1858 sowie 1867 bis 1870 sammelte er Material zu einem großen Kartenwerk der Balkanhalbinsel in 49 Blättern, von denen er selbst 20 vollendet hinterließ. Abgesehen von einigen kleineren Arbeiten ist aber von diesen seinen türkischen Forschungen aus dem Grund, weil sie durch mehrere ausgedehnte Reisen nach Afrika und Asien unterbrochen wurden, nur die Ethnographie der europäischen Türkei zur Veröffentlichung gekommen; sie erschien 1861 in Gotha im vierten Ergänzungsheft zu Petermanns Geographischen Mitteilungen in französischer und deutscher Sprache.
Text: “Guillaume Lejean”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Guillaume Lejean
1 buch

