Porträt von Gustav Frenssen
Foto: unbekannter Urheber · CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons

Autor

Gustav Frenssen

Deutscher Schriftsteller

Geboren
19. Oktober 1863, Barlt
Gestorben
11. April 1945, Barlt
Staatsangehörigkeit
Deutschland
Beruf
Schriftsteller

Leben und Werk

Gustav Frenssen (* 19. Oktober 1863 in Barlt, Dithmarschen; † 11. April 1945 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller des völkischen Nationalismus, ab 1932 des Nationalsozialismus. Seine Werke gehörten zur Massenliteratur des Kaiserreichs und der NS-Zeit, die damals verbreitete kolonialistische, rassistische und antisemitische Vorstellungen vermittelte. Sein Grab befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Wodansberg bei Windbergen.

Leben

Frenssen wurde in Barlt als Sohn des Tischlermeisters Hermann Frenssen (1829–1919) und dessen Frau Amalie geb. Hansen (1827–1897) geboren. Er besuchte nach der Volksschule zunächst das Gymnasium in Meldorf, gemeinsam mit dem späteren antisemitischen Literaturhistoriker Adolf Bartels, und wegen schlechter schulischer Leistungen danach das in Husum. Nach der Reifeprüfung 1886 studierte er Theologie an den Universitäten Tübingen, Berlin und Kiel, um 1890 Zweiter Pastor in Hennstedt und 1892 schließlich Pastor in Hemme zu werden. 1890 heiratete er Anna Walter, die Tochter eines Lehrers.

Literarische Anfänge und Erfolge

1896 veröffentlichte er sein erstes größeres Werk, Die Sandgräfin, und 1901 den Entwicklungsroman Jörn Uhl, der beim Publikum (Hermann Löns: … dieser wunderschöne Roman …) und bei der Kritik großen Erfolg hatte, auch bei „Frenssen-Fan“ (Uwe-K. Ketelsen) Rainer Maria Rilke. Dieser Erfolg erlaubte es Frenssen, seine Pastorenstelle 1902 aufzugeben und als freier Schriftsteller zu leben. 1903 bekam er für seine Dorfpredigten von der Universität Heidelberg den Ehrendoktor für Theologie verliehen. 1905 erschien Hilligenlei und 1906 Peter Moors Fahrt nach Südwest über den Aufstand der Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika, von denen jeweils zwei Monate nach dem Erscheinen über 100.000 Stück verkauft waren. Trotzdem kam Frenssen danach literarisch nicht mehr auf die Kolonialthematik zurück und sah sich auch nicht als „Kolonialautor“. Im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurde Frenssen, dessen Werke in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden und besonders auch in Skandinavien beliebt waren, sogar für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Frenssen war so sehr von sich eingenommen, dass er für seine Nichtwahl die „Kabalen einer Judenclique“ verantwortlich machte. Seine Werke erreichten eine Gesamtauflage von rund drei Millionen Exemplaren.

Text: “Gustav Frenssen”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Gustav Frenssen

5 bücher