Porträt von Gustav Schwab
Foto: Karl Barth · Wikimedia Commons

Autor

Gustav Schwab

Deutscher Gymnasiallehrer, evangelischer Pastor, Schriftsteller und Herausgeber

Geboren
19. Juni 1792, Stuttgart
Gestorben
4. November 1850, Stuttgart
Staatsangehörigkeit
Königreich Württemberg
Beruf
Journalist, Dichter, Mythograph, Sekundarlehrer und Pastor

Leben und Werk

Gustav Benjamin Schwab (* 19. Juni 1792 in Stuttgart; † 4. November 1850 ebenda) war ein deutscher Pfarrer, Gymnasialprofessor und Schriftsteller, der zur Schwäbischen Dichterschule gerechnet wird. Mit seinen Sagen des klassischen Altertums (1838–1840) schuf er einen Klassiker der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur.

Herkunft und Ausbildung

Gustav Schwab war der Sohn des Geheimen Hofrats Johann Christoph Schwab, der zeitweilig Professor an der Hohen Karlsschule war, und dessen Frau Friederike, Tochter eines angesehenen Stuttgarter Kaufmanns und Nichte von Johann Heinrich Dannecker. Das Geburtshaus in der Stuttgarter Königstraße 51 ist zerstört.

Schwab wuchs in der evangelisch-humanistischen Atmosphäre des schwäbischen Bildungsbürgertums (in der Tradition der Württembergischen Ehrbarkeit) auf. Er besuchte das Gymnasium illustre in Stuttgart und studierte ab 1809 als Stipendiat des Evangelischen Stifts in Tübingen an der dortigen Eberhard Karls Universität zunächst zwei Jahre Philologie und Philosophie, später dann Theologie.

Tätigkeit als Gymnasiallehrer

Im Dezember 1817 erhielt er eine Professur für alte Sprachen am oberen Gymnasium (dem heutigen Eberhard-Ludwigs-Gymnasium) in Stuttgart.

Einige Monate später heiratete er Sophie Gmelin, die Tochter des Juraprofessors Friedrich von Gmelin.

Tätigkeit als Redakteur

Ab 1825 wirkte er zwanzig Jahre lang an den bei F. A. Brockhaus Leipzig erscheinenden Blättern für literarische Unterhaltung mit.

Anfang 1828 trat er in die Redaktion des traditionsreichen Verlages von Johann Friedrich Cotta ein, der das Morgenblatt für gebildete Stände verlegte. Mit dieser literarischen Schlüsselposition wurde er zu einem Mäzen für jüngere Autoren. Er förderte die schwäbischen Autoren Wilhelm Waiblinger, Alexander von Württemberg, Gustav Pfizer, Hermann Kurz, Eduard Mörike und Wilhelm Hauff. Aber auch nicht-schwäbische Autoren wie August von Platen, Nikolaus Lenau, Anastasius Grün und Ferdinand Freiligrath konnten sich seiner Unterstützung erfreuen. Er korrespondierte auch mit Joseph von Laßberg.

Text: “Gustav Schwab”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Gustav Schwab

1 buch