Porträt von Gustave Fagniez
Foto: LaTronche · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Autor

Gustave Fagniez

Französischer Historiker

Geboren
6. Oktober 1842, Paris
Gestorben
18. Juni 1927, Meudon
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Historiker, Archivar und Volkswirt

Leben und Werk

Gustave Fagniez (* 6. Oktober 1842 in Paris; † 18. Juni 1927 in Meudon, Département Hérault) war ein französischer Historiker.

Leben und Werk

Gustave Fagniez entstammte einer vermögenden Familie aus Arras. In Paris lernte er unter anderem durch den Salon seiner Mutter einflussreiche Personen aus der liberalen Kulturszene wie Jules Simon, Eugène Despois und die Brüder Goncourt kennen, unter deren Einfluss er republikanische Überzeugungen entwickelte.

Gustave Fagniez besuchte das Lycée Louis-le-Grand und studierte seit 1864 an der École des chartes, wo er 1867 mit dem Diplom als Archiviste paléographe abschloss. Danach studierte er weiter an der École pratique des hautes études und trat 1869 als Archivar in die Archives nationales ein und war dort bis 1881 tätig. Anschließend widmete er sich ganz seinen historischen Studien. 1876 begründete er mit Gabriel Monod die Revue historique. 1901 wurde er Mitglied der Académie des sciences morales et politiques. Seine Dissertation Études sur l’industrie et la classe industrielle à Paris aux XIIIe et XIVe siècles (1877) (Studien zur Industrie und zum industriellen Niveau im Paris des 13. und 14. Jahrhunderts) wurde als maßgebend betrachtet.

Der Schwerpunkt seiner Forschungen lag auf der Wirtschaft und Gesellschaft des Ancien Régime sowie auf der Geschichte der Diplomatie im 17. Jahrhundert (insbesondere Ludwig XIII. und Kardinal Richelieu).

Veröffentlichungen (Auswahl)

Recherches sur la commune de Vémars en France. Mémoires de la Société de l'histoire de Paris et de l'Île-de-France, Honoré Champion, Paris 1876.

Text: “Gustave Fagniez”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Gustave Fagniez

1 buch