Autor
Gustave Jéquier
Schweizer Ägyptologe
- Geboren
- 14. August 1868, Neuenburg
- Gestorben
- 24. März 1946, Neuenburg
- Staatsangehörigkeit
- Schweiz
- Beruf
- Archäologe, Anthropologe, Ägyptologe, Hochschullehrer und Kunstsammler
Leben und Werk
Gustave Louis Jéquier (* 14. August 1868 Neuchâtel; † 24. März 1946 ebenda) war ein Schweizer Ägyptologe.
Leben
Gustave Jéquier studierte bei Gaston Maspero in Paris und anschließend 1895 bis 1897 bei Adolf Erman in Berlin. Er war in Ägypten für das Institut français d’archéologie orientale in Kairo tätig. Der Schwerpunkt seiner Ausgrabungen lag in Sakkara. Er führte dort u. a. 12 Grabungskampagnen zur Freilegung der dort befindlichen Pyramide von Pharao Pepi II. durch. Seine Forschungsschwerpunkte lagen im Bereich der Architektur und der Religion des Alten Ägyptens.
Von 1912 bis 1939 war er als außerordentlicher Professor für Ägyptologie an der Universität Neuchâtel tätig.
Weniger bekannt ist die Tatsache, dass er auch zu den Pionieren der persischen Archäologie zählt. So nahm er in den Jahren 1897 bis 1902 an französischen Forschungen unter Leitung von Jacques de Morgan im heutigen Iran teil. Unter diesem hatte er schon bei seinem ersten Ägyptenaufenthalt 1892 gearbeitet. Um den Jahreswechsel 1901/1902 entdeckte Jéquier in einer Höhle in Susa drei Teile einer zerbrochenen Dioritsäule mit altbabylonischer Keilschrift. Es handelte sich dabei um den heute im Louvre aufbewahrten Codex Hammurapi.
Er wurde mit dem Titel eines Offiziers der Legion d’honneur ausgezeichnet.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Mémoire sur les fouilles de Licht. 1902.
Le Papyrus Prisse et ses variantes. Paris 1911.
Décoration égyptienne. Plafonds et frises végétales du Nouvel Empire thébain (1400 à 1000 avant. J.–C.). Paris 1911.
Les Temples memphites et thébains des origines à la fin de la XVIIIe dynastie. Paris 1920
Text: “Gustave Jéquier”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Gustave Jéquier
1 buch

