Autor
Heinrich Schliemann
Deutscher Geschäftsmann und Archäologe (1822–1890)
- Geboren
- 6. Januar 1822, Neubukow
- Gestorben
- 26. Dezember 1890, Neapel
- Staatsangehörigkeit
- Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, Russisches Kaiserreich und Vereinigte Staaten
- Beruf
- Geschäftsmann, Kunsthistoriker, Archäologe, Polyglott und Kaufmann
- Wichtige Werke
- Ithaka, der Peloponnes und Troja · Trojanische Alterthümer · Troia und seine Ruinen · Troja · Mycenæ · Ilios: The City and Country of the Trojans
Leben und Werk
Johann Ludwig Heinrich Julius Schliemann (* 6. Januar 1822 in Neubukow; † 26. Dezember 1890 in Neapel) war ein deutscher Kaufmann, Archäologe sowie Pionier der Feldarchäologie. Als erster Forscher führte er (geleitet vom Werk Homers) Ausgrabungen im kleinasiatischen Hisarlık durch und fand die von ihm und zuvor schon anderen Forschern, vor allem Frank Calvert, hier vermuteten Ruinen des bronzezeitlichen Trojas.
Jugendzeit
Heinrich Schliemann wurde in Neubukow im (Teil-)Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin als fünftes von neun Kindern des Pastors Ernst (Johann Adolph) Schliemann (1780–1870) und dessen Frau Louise (Therese Sophie), geborene Bürger (1793–1831), Tochter von Joachim Bürger, der 1803–1821 Bürgermeister von Sternberg war, geboren. Getauft wurde er am 10. Januar 1822 in der Stadtkirche von Neubukow. Einer seiner Taufpaten war der Sternberger Superintendent Johann Heinrich Kleiminger, wenngleich jener und zwei weitere Paten bei der Taufe nicht persönlich anwesend waren.
Teile seiner Kindheit verbrachte Schliemann in Ankershagen im Osten des Landesteils Mecklenburg-Schwerin, wo sein Vater im Juni 1823 die Pfarrstelle übernommen hatte. 1829 erhielt er nach eigener Darstellung in seiner 1879 erschienenen Autobiografie als Weihnachtsgeschenk Die Weltgeschichte für Kinder von Georg Ludwig Jerrer, aus der ihm der Vater vorlas. Daraus erwuchs nach eigenen Angaben bereits dann sein Entschluss zur Suche nach der antiken Stadt Troja.
Die Mutter Heinrich Schliemanns starb 1831, neun Wochen nach der Geburt des neunten Kindes. Daher kam Heinrich im Januar 1832 in die Familie seines Onkels Friedrich Schliemann (1790–1861), der zu dieser Zeit Pastor in Kalkhorst bei Grevesmühlen war, und trat 1833 in das Gymnasium Carolinum in Neustrelitz ein. Als sein Vater wegen erheblicher Differenzen mit seiner Kirchengemeinde in Ankershagen des Amtes enthoben wurde und das Schulgeld nicht mehr bezahlen konnte, musste Heinrich Schliemann nach nur drei Monaten das Gymnasium verlassen und auf die Neustrelitzer Realschule wechseln, die er – wie damals üblich – bis zur Vollendung seines 14. Lebensjahres besuchte. Ostern 1836 begann er in einem Krämerladen in Fürstenberg eine Kaufmannslehre als Handelsgehilfe.
Text: “Heinrich Schliemann”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Heinrich Schliemann
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