Helen Zimmern (* 25. März 1846 in Hamburg; † 11. Januar 1934 in Florenz) war eine englische Schriftstellerin, Übersetzerin und Kunsthistorikerin.
Leben
Zimmern wurde in Hamburg als Tochter des jüdischen Textilkaufmanns Hermann Theodor Zimmern und seiner Frau Antonia Marie Therese Regina geboren. Vor allem aus politischen Gründen kam die Familie schon 1850 nach England, zuerst nach Nottingham und dann um 1860 nach London. Dort machte sie einen Abschluss an der Bayswater Schule. Bereits zuvor ab 18 Jahren begann sie ihren Lebensunterhalt selbst als Schriftstellerin, Journalistin und Übersetzerin für Deutsch und Italienisch zu verdienen. Sie lieferte Beiträge für Zeitschriften wie The Examiner, The Spectator, Blackwood’s Magazine, Argosy, Athenaeum und Fraser’s Magazine.
Der erste literarische Beitrag hatte den Titel An Account of Goslar in the Hartz und erschien 1868 in der Wochenschrift Once a week, deren Mitarbeiterin sie wurde. Sie gab gesammelte Erzählungen unter den Titeln: Stories in precious stones (1873), Told by the ways (1874), Half-hours with French novelists (1881, 2 Bände) und Stories from foreign novelists (2. Auflage 1885) heraus.
Ab 1880 wandte sich Zimmern mehr kunst- und kulturhistorischen Themen zu. Dazu schrieb sie zahlreiche Bücher und Aufsätze und hielt Vorträge zu italienischer Kunst in deutscher und englischer Sprache. Ab 1887 lebte sie in Florenz und veröffentlichte The Discourses of Joshua Reynolds. Danach folgten Abhandlungen über Sir Lawrence Alma-Tadema und The Story of the Nations. The Hansa Towns. Sie arbeitete nun auch für italienische Zeitschriften wie La Rassegna Settimanale und den Corriere della Sera und wird Herausgeberin der englischsprachigen Florence Gazette. Zudem war sie als Kulturkorrespondentin für deutsche und britische Kunstzeitschriften tätig, so für Die Kunst-Halle, Die Kunst für Alle, Die Münchner kunsttechnischen Blätter und World of Art.