Porträt von Helena Westermarck
Foto: Daniel Nyblin · Wikimedia Commons

Autor

Helena Westermarck

Finnische Malerin und Schriftstellerin

Geboren
20. November 1857, Helsinki
Gestorben
5. April 1938, Helsinki
Staatsangehörigkeit
Finnland und Großfürstentum Finnland
Beruf
Malerin, Schriftstellerin, Herausgeberin, bildende Künstlerin und Künstlerin

Leben und Werk

Helena Charlotta Westermarck (* 20. November 1857 in Helsinki; † 5. April 1938 ebenda) war eine finnlandschwedische Malerin und Autorin. Sie ist bekannt für ihre beispielhaften Biographien von Künstlerinnen.

Herkunft und Ausbildung

Westermarck wurde 1857 in Helsinki – in Westermarcks schwedischer Muttersprache Helsingfors – geboren, das damals im Großfürstentum Finnland dem russischen Zarenreich angehörte. Sie studierte Malerei an der damaligen Finnischen Akademie der Schönen Künste (Finlands konstakademi, heute ein Teil der Universität der Künste Helsinki) und an der Privatakademie von Adolf von Becker.

Während ihres Studiums lernte sie Helene Schjerfbeck kennen, mit der sie zeitlebens eine enge Freundschaft verband. Westermarck und Schjerfbeck waren Mitglieder einer Gruppe von finnlandschwedischen Künstlerinnen, die sich „Malerschwestern“ (schwedisch målarsystrar) nannten. Zur Gruppe gehörten auch Maria Wiik und Elin Danielson-Gambogi.

Karriere

Westermarck arbeitete längere Phasen in Frankreich, oft gemeinsam mit Schjerfbeck. Sie entwickelte einen sensiblen realistischen Stil und fertigte vor allem Porträts und Gruppenkompositionen. Auf der Weltausstellung in Paris 1889 erhielt sie eine Ehrenurkunde für ihr Gemälde Strykerskor.

Nachdem sie 1884 an Tuberkulose erkrankt war, gab sie die Malerei auf und begann, Romane zu schreiben. Mit ihren Biographien vor allem von Künstlerinnen leistete Westermarck hiermit auch wertvolle kunsthistorische Beiträge; hilfreich war die Unterstützung durch ihren Bruder, den Soziologen Edvard Westermarck, der lange in der British Library tätig war. Ihre Künstlerinnen-Biographien beschrieben damals wenig bekannte Malerinnen, deren Bedeutung in den 1980er Jahren erkannt wurde, darunter Mathilda Rotkirch (1926), Elisabeth Blomqvist (1916–17), Adelaide Ehrnrooth (1928) und Rosina Heikel (1930).

Text: “Helena Westermarck”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Helena Westermarck

1 buch