Autor
Helene Christaller
Deutsche Schriftstellerin (1872–1953)
- Geboren
- 31. Januar 1872, Darmstadt
- Gestorben
- 24. Mai 1953, Jugenheim
- Staatsangehörigkeit
- Deutschland
- Beruf
- Schriftstellerin
Leben und Werk
Helene Christaller (geborene Heyer; * 31. Januar 1872 in Darmstadt; † 24. Mai 1953 in Jugenheim/Bergstraße) war eine der bekanntesten evangelischen Schriftstellerinnen ihrer Zeit.
Leben
Helene Heyer wurde 1872 als Tochter eines Rechtsanwaltes in Darmstadt geboren. Ihre Mutter Elisabeth war die Tochter des hessischen Hofbibliothekdirektors Philipp Walther. Sie besuchte die höhere Töchterschule in Darmstadt, der Konfirmandenunterricht prägte sie. Im Jahr 1890 heiratete sie als 18-Jährige den Pfarrer und Schriftsteller Erdmann Gottreich Christaller. Sie lebte mit ihm mehrere Jahre im Schwarzwald in Berneck, wo sie 1891 die Tochter Else und 1893 den Sohn Walter Christaller gebar. Ab 1894 wohnte die Familie in Ottenhausen bei Pforzheim. Dort kamen die Töchter Gertrud (1894) und Erika, die spätere bildende Künstlerin Nöldecke-Christaller (1896–1963), zur Welt.
Ihr Mann wurde aufgrund seiner 1901 erschienenen Satire Prostitution des Geistes dienstlich suspendiert und ließ sich wegen seiner zunehmenden Schwerhörigkeit vorzeitig pensionieren. Zu dieser Zeit war Helene Christaller Leiterin von Schulgottesdiensten, und sie begann mit dem erwerbsmäßigen Schreiben, indem sie für Kinder Erzählungen und Kurzgeschichten, aus persönlichen Erfahrungen verfasste, um die Familie zu versorgen, die bald nach Jugenheim an der Bergstraße zog. Ihr 1907 erschienener Roman Gottfried Erdmann und seine Frau war sehr erfolgreich und erlebte zahlreiche Auflagen. Sehr bekannt ist auch Magda, Geschichte einer Seele 1905. Sehr viele Romane wurden in andere Sprachen übersetzt. Die meisten spielen in Pfarrhäusern oder haben ein dörfliches Thema. Im Jahr 1917 ließ sie sich von ihrem Mann scheiden und zog nach Darmstadt um. Im Ersten Weltkrieg verlor Helene Christaller ihren Bruder; ihr Sohn kehrte seelisch geschädigt aus dem Krieg zurück.
Text: “Helene Christaller”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Helene Christaller
1 buch

