Porträt von Hendrik Conscience
Foto: Jean-François Portaels · Wikimedia Commons

Autor

Hendrik Conscience

Belgischer Schriftsteller

Geboren
3. Dezember 1812, Antwerpen
Gestorben
10. September 1883, Ixelles
Staatsangehörigkeit
Belgien
Beruf
Schriftsteller, Politiker, Dichter und Militär
Strömung
Romantik
Wichtige Werke
De Leeuw van Vlaenderen of de Slag der Gulden Sporen

Leben und Werk

Hendrik Conscience (* 3. Dezember 1812 in Antwerpen; † 10. September 1883 in Elsene bei Brüssel) war ein flämischer Erzähler und Mitbegründer der flämischen Literatur.

Kindheit

Conscience war auf den Namen Henri getauft, schrieb sich selbst aber immer Hendrik. Sein Vater, der Franzose Pierre Conscience aus Besançon, war Schiffahrtsbeamter in Napoleons I. Marine. Er wurde 1811 zum Unter-Hafenmeister Antwerpens ernannt, das damals zu Frankreich gehörte. Hendriks Mutter, Cornelia Balieu, war Flämin. Nach dem Rückzug der Franzosen 1815 blieb Pierre in der Stadt und schlachtete abgewrackte Schiffe aus.

Hendrik wuchs in der Schiffsbedarfshandlung De Groene Hoek auf, in der alte eingelagerte Bücher sein Interesse für Literatur weckten. Nach dem Tod seiner Mutter 1820 heiratete der Vater 1826 die sehr viel jüngere Witwe Anna Catherina Bogaerts, die Hendrik Conscience oft in seinen Büchern beschreibt. Er verkaufte den Laden und bezog in den Kempen, mit der Familie einen kleinen Hof mit Garten. Während er in fernen Hafenstädten Schiffe aufkaufte, waren seine Söhne Hendrik und dessen Bruder mal wochen-, mal monatelang mit der Stiefmutter allein.

Einfluss von Revolution und Antwerpener Bohème

Autodidaktisch erwarb sich Hendrik Kenntnisse in Botanik, Medizin, den Naturwissenschaften und in der niederländischen Sprache. Mit 17 Jahren hatte er sich selber schon so viel beigebracht – vor allem Englisch –, dass er damit nach Antwerpen gehen und sich als Lehrer in angesehenen Lehranstalten ein Studium finanzieren konnte.

1830 ließ sich der junge Mann bei Ausbruch der Revolution überreden, in die neue belgische Armee einzutreten, zunächst für zwei, dann für fünf Jahre. Er diente in Kasernen in Venlo und Dendermonde, bis er 1836 als Feldwebel aus dem Dienst schied.

Text: “Hendrik Conscience”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Hendrik Conscience

12 bücher