Autor
Henri Rochefort
Französischer Schriftsteller, Journalist, Theaterdichter und Politiker (1830-1913)
- Geboren
- 30. Januar 1831, Paris
- Gestorben
- 30. Juni 1913, Aix-les-Bains
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Journalist, Politiker, Dramatiker, Romancier und Schriftsteller
Leben und Werk
Henri Rochefort, eigentlich Victor-Henri, marquis de Rochefort-Luçay, (* 31. Januar 1830 in Paris; † 13. Juni 1913 in Aix-les-Bains) war ein französischer Schriftsteller, Journalist, Theaterdichter und Politiker. 1863 Herausgeber des Figaro, führender Gegner Dreyfus’; typischer Vertreter des polemischen Pamphlets.
Leben
Henri Rochefort war ein Sohn des unter dem Namen Edmond Rochefort (1790–1871) bekannten Autors von Vaudevilles, der legitimistische Ansichten vertrat. Dagegen war seine Mutter republikanisch gesinnt. Er wollte nicht den medizinischen Studien leben, für die ihn sein Vater bestimmt hatte. Stattdessen wurde er Hilfsschreiber bei der Pariser Stadtverwaltung, welche Stelle er 1861 niederlegte. Bereits zuvor war er journalistisch tätig gewesen und 1856 Redakteur des Charivari geworden. Er schrieb das seine gesammelte Kunstkritik enthaltende Werk Les petits mystères de l’hôtel des ventes (Paris 1862), ferner Romane, Vaudevilles wie Monsieur bien mis (1856) und Dramen. Auch literarische und politische Artikel verfasste er als Redakteur des Nain jaune, des Soleil und des Figaro.
Wegen einer der Regierung nicht genehmen Artikelserie auf deren Befehl 1868 aus der Redaktion des Figaro entlassen, gründete Rochefort im Mai dieses Jahres die radikale Wochenschrift La Lanterne, die reißenden Absatz fand. Rochefort persiflierte darin u. a. die Regierung, die Minister, den Senat und den Gesetzgebenden Körper und versetzte dabei durch scharfe, witzige, aber oft die Grenzen des Anstands überschreitende Artikel dem Zweiten Kaiserreich heftige Nadelstiche. Als die Zeitung zum elften Mal erschien, wurde sie beschlagnahmt und Rochefort im August 1868 zu einer Geldbuße von 10.000 Francs und einer einjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Danach publizierte er sein Journal in Brüssel, von wo es nach Frankreich eingeschmuggelt wurde. Es erschien auch auf Englisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch und fand in ganz Europa Verbreitung. Nach einer zweiten Strafverfolgung flüchtete Rochefort eine Zeitlang nach Brüssel.
Text: “Henri Rochefort”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Henri Rochefort
1 buch

