Autor
Henrik Pontoppidan
Dänischer Schriftsteller
- Geboren
- 24. Juli 1857, Fredericia
- Gestorben
- 21. August 1943, Ordrup
- Staatsangehörigkeit
- Königreich Dänemark
- Beruf
- Schriftsteller, Romancier, Autobiograf, Dichter und Prosaist
Leben und Werk
Henrik Pontoppidan (* 24. Juli 1857 in Fredericia; † 21. August 1943 in Kopenhagen) war ein dänischer Schriftsteller, der vor allem als Erzähler hervortrat. Mit Hans im Glück, zunächst zwischen 1898 und 1904 in acht Bänden veröffentlicht, schuf er „einen der umfangreichsten und bedeutendsten Romane der dänischen Literatur“. 1917 erhielt Henrik Pontoppidan den Nobelpreis für Literatur.
Leben
Pontoppidan stammte aus einem grundtvigianischen Pastorenhaus. Seine Kindheit verbrachte er überwiegend in dem ostjütländischen Hafenstädtchen Randers bei Aarhus, das sich, verschlüsselt, auch in seinem Hauptwerk Hans im Glück wiederfindet. Ähnlich wie dessen Held nahm Pontoppidan am Kopenhagener Polytechnikum ein Ingenieursstudium auf, das er nicht abschloss. Er ernährte sich zunächst als Heimvolkshochschullehrer und Journalist. Sein Debüt als Erzähler gab er 1881 in dem illustrierten Wochenblatt Ude og Hjemme. Im selben Jahr verheiratete er sich mit Mette Marie Hansen (1855–1937). Er bereiste Deutschland, Österreich und die Schweiz. 1884 hatte er seine erste persönliche Begegnung mit dem antiklerikalen Philosophen und Literaturkritiker Georg Brandes, der nicht nur Pontoppidan stark beeinflusste. In seinem Schlüsselwerk Hans im Glück hat Pontoppidan „ein sympathisches und eindrucksvolles“ Porträt von Georg Brandes in der Figur Dr. Nathan gegeben.
Pontoppidan zog in seinem Leben häufig um, wohnte mal ländlich, mal in Kopenhagen. Der dänische Staat gewährte ihm zumindest streckenweise Zuschüsse zum Lebensunterhalt. 1892 erfolgte die Scheidung von Mette, mit der Pontoppidan drei Kinder hatte. Im selben Jahr verheiratete er sich mit Antoinette Kofoed (1862–1928) und hatte mit ihr zwei Kinder. Es folgten Reisen nach Italien, Dresden, Norwegen – und zahlreiche Buchveröffentlichungen. 1917 wurde Pontoppidan „für seine anschaulichen Schilderungen des zeitgenössischen Lebens in Dänemark“ der Nobelpreis für Literatur verliehen. Er hatte sich den Preis mit Karl Gjellerup zu teilen. 1927 gewährte ihm der dänische Staat eine Ehrengabe. 1937 rief der Dänische Schriftstellerverband den Henrik Pontoppidan Gedächtnisfonds ins Leben. Pontoppidan, bereits um 1927 zunehmend ertaubt und erblindet, starb (während des Zweiten Weltkrieges) im Alter von 86 Jahren.
Text: “Henrik Pontoppidan”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Henrik Pontoppidan
1 buch

