Porträt von Henry M. Stanley
Foto: London Stereoscopic & Photographic Company · Wikimedia Commons

Autor

Henry M. Stanley

Britisch-amerikanischer Journalist, Afrikaforscher und Buchautor

Geboren
28. Januar 1841, Denbigh
Gestorben
10. Mai 1904, Richmond Terrace
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Journalist, Forschungsreisender, Politiker und Schriftsteller

Leben und Werk

Sir Henry Morton Stanley (* 28. Januar 1841 als John Rowlands in Denbigh, Wales; † 10. Mai 1904 in London), auch Bula Matari („der die Steine bricht“), war ein britisch-amerikanischer Journalist, Afrikaforscher und Buchautor. Er wurde bekannt durch die Suche nach David Livingstone und die Kolonialisierung des Kongo im Auftrag des belgischen Königs Leopold II. Stanleys Literaturagent war G. W. Appleton.

Kindheit (1841–1856)

Das Geburtsregister der walisischen Stadt Denbigh vermeldet für den 28. Januar 1841 die Geburt eines nichtehelichen Kindes: „John Rowlands, Bastard“. Unter seiner nichtehelichen Geburt sollte der spätere Henry Morton Stanley sein Leben lang leiden. Seine Mutter, Betsy Parry, arbeitete als Hausmädchen und gebar in den kommenden Jahren noch vier weitere nichteheliche Kinder. Wer sein Vater war, erfuhr er nie. Es gibt Spekulationen, es könne John Rowlands gewesen sein, ein stadtbekannter Trinker, oder ein verheirateter Anwalt namens James Vaughan Home.

Das Kind kam zunächst in die Obhut des Großvaters. Nach dessen Tod – Henry Morton Stanley war zu diesem Zeitpunkt fünf Jahre alt – gab ihn sein Onkel zunächst zur Pflege in eine Familie und später, als er das Pflegegeld nicht mehr zahlte, in das Arbeitshaus St. Asaph’s Union Workhouse in dem kleinen Ort St Asaph. Später stellte eine Untersuchung fest, dass die älteren Bewohner des Hauses „allen möglichen Lastern anhingen“. Der Leiter, ein Alkoholiker, nahm sich gegenüber den Bewohnern alle Freiheiten heraus. Die Kinder teilten zu zweit die Betten, und wenn sie nicht von Erwachsenen missbraucht wurden, dann quälten die Älteren die Jüngeren, auch nachts.

Text: “Henry Morton Stanley”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Henry M. Stanley

4 bücher