Autor
Henry Pemberton
Englischer Mediziner, Mathematiker und Naturwissenschaftler
- Geboren
- 1694, London
- Gestorben
- 9. März 1771, London
- Beruf
- Physiker, Schriftsteller und Arzt
Leben und Werk
Henry Pemberton (* 1694 in London; † 9. März 1771, ebenda) war ein englischer Arzt, Mathematiker und Physiker. 1728 wurde er als Nachfolger von John Woodward Professor für Medizin am Gresham College in London.
Leben
Pemberton studierte ab 1714 Medizin an der Universität Leiden, unter anderem bei Herman Boerhaave, und in Paris, wo er Anatomie studierte. Daneben studierte er auch Mathematik, womit er schon auf der Schule durch das Studium von Apollonius in der Ausgabe von Halley begann und wofür er Bücher aus der Bibliothek des verstorbenen Abbé Jean Gallois in Paris erwarb. Nach der Rückkehr nach London um 1715 war er zur weiteren Ausbildung am St. Thomas Hospital und promovierte danach 1719 an der Universität Leiden bei Boerhaave. In seiner Dissertation behandelte er die Anpassung des Auges an verschiedene Entfernungen, was er korrekt auf eine Formänderung der Linse durch Muskelkraft zurückführte. Nach Richard Westfall war das sein bedeutendster eigenständiger wissenschaftlicher Beitrag.
Nach der Rückkehr nach London praktizierte er aber nur selten als Arzt, da seine Gesundheit dies nicht zuließ. Stattdessen nahm er Kontakt zu führenden Naturwissenschaftlern und insbesondere zu Isaac Newton auf, publizierte zu den verschiedensten Themen (von der Mathematik und Astronomie bis zur Dichtkunst) zum Beispiel (nachdem er Fellow der Royal Society geworden war) in den Philosophical Transactions of the Royal Society. Er erwarb sich einen Ruf mit medizinischen Publikationen, so dass er 1728 Professor für Medizin am Gresham College wurde, wo er auch Vorlesungen über Chemie hielt, die postum 1771 von seinem Freund James Wilson veröffentlicht wurden, ebenso wie seine Vorlesungen über Physiologie 1779. Er brachte auch eine neue verbesserte Ausgabe des Arzneimittelhandbuchs des Royal College of Physicians heraus (London Pharmacopeia), womit er 1739 bis 1746 beschäftigt war.
Text: “Henry Pemberton”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Henry Pemberton
1 buch

