Autor
Herbert Eulenberg
Deutscher Schriftsteller (1876-1949)
- Geboren
- 25. Januar 1876, Mülheim
- Gestorben
- 4. September 1949, Kaiserswerth
- Staatsangehörigkeit
- Deutschland
- Beruf
- Dichter, Schriftsteller, Dramatiker, Dichterjurist und Jurist
Leben und Werk
Max Herbert Eulenberg (* 25. Januar 1876 in Mülheim am Rhein; † 4. September 1949 in Düsseldorf-Kaiserswerth) war ein deutscher Schriftsteller und kämpferischer Humanist. Dem Anpassungsdruck während der Zeit des Nationalsozialismus widersetzte er sich erfolgreich.
Leben
Der Sohn eines rheinischen Maschinenbau-Unternehmers studierte Rechtswissenschaft an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Leipzig und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er 1900 zum Dr. jur. promoviert wurde. Sein Lehrer Ernst Zitelmann bezeichnete ihn schon damals als „verirrten Juristen und versteckten Poeten“. Eulenberg begann den juristischen Vorbereitungsdienst in Opladen und Köln. Zu dieser Zeit wurde Ferdinand Bonn durch das Trauerspiel Leidenschaft auf Eulenberg aufmerksam und verpflichtete ihn als Dramaturg an das Berliner Theater. Durch diese Verbindung ergaben sich erste Kontakte zu der Schauspielerin Louise Dumont.
Im Frühjahr 1901 begegnete er in Berlin seiner späteren Frau Hedda, die zu dieser Zeit noch mit Arthur Moeller van den Bruck verheiratet war und sich bereits als Übersetzerin angelsächsischer und französischer Literatur einen Namen gemacht hatte. 1903 gab er den juristischen Brotberuf auf und arbeitete als Dramaturg in Berlin und freier Schriftsteller. 1904 ging er mit Louise Dumont und Gustav Lindemann nach Düsseldorf an das von ihnen geschaffene neue Schauspielhaus Düsseldorf, wo er bis 1909 als Dramaturg und zudem Gestalter der sonntäglichen Morgenfeiern arbeitete. Seine Schillerrede von 1909 war stark umstritten. Der 1911 in der Zeitschrift Pan veröffentlichte Brief eines Vaters unserer Zeit brachte ihm einen Prozess wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften ein, der jedoch mit Freispruch endete. 1912 ließ sich Eulenberg von dem Düsseldorfer Künstler Fritz Helmuth Ehmcke die Erweiterung seines Wohnhauses Burgallee 4 in Kaiserswerth (Haus Freiheit) entwerfen. In dessen Garten fanden er und seine Ehefrau ihre letzte Ruhe.
Text: “Herbert Eulenberg”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Herbert Eulenberg
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