Porträt von Hermann Bahr
Foto: Geschwister Marschalk, Berlin (keine näheren Daten bekannt, zumindest nicht im Fotografen-Anhang des Ausstellungskatalogs) · Wikimedia Commons

Autor

Hermann Bahr

Österreichischer Schriftsteller, Dramatiker sowie Theater- und Literaturkritiker

Geboren
19. Juli 1863, Linz
Gestorben
15. Januar 1934, München
Staatsangehörigkeit
Österreich und Österreich-Ungarn
Beruf
Dramatiker, Literaturkritiker, Bühnenregisseur, Schriftsteller und Theaterkritiker

Leben und Werk

Hermann Anastas Bahr (* 19. Juli 1863 in Linz, Kaisertum Österreich; † 15. Januar 1934 in München) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker sowie Theater- und Literaturkritiker. Er gilt als geistreicher Wortführer bürgerlich-literarischer Strömungen vom Naturalismus über die Wiener Moderne bis hin zum Expressionismus.

1863–1890

Hermann Bahr kam in der Herrenstraße 12 in Linz als Sohn des Rechtsanwalts, Notars und liberalen Landtagsabgeordneten Alois Bahr (1834–1898) und seiner Frau Wilhelmine (Minna, geborene Weidlich, 1836–1902) zur Welt. Er besuchte in Linz die Volksschule und für vier Jahre das Akademische Gymnasium. Von November 1878 bis 1881 absolvierte er das Benediktiner-Gymnasium in Salzburg. Das Gymnasium beendete er als einer der herausragendsten Schüler, weswegen er die Abschlussrede halten durfte. Die Rede zum Thema Der Wert der Arbeit soll wegen ihrer sozialistischen Aussage zu einem kleinen Skandal geführt haben. Nach dem Umzug nach Wien studierte Bahr Klassische Philologie, wechselte aber schon nach wenigen Wochen zur Rechtswissenschaft. In dieser Zeit wurde der junge Bahr von seinem Onkel Salomo Robiscek in die berühmte Gesellschaft des Café Scheidl eingeführt und wurde 1881 Kneipschwanz der Wiener akademischen Burschenschaft Albia. Trotz Mensur verweigerte er aus Rücksicht auf seinen Vater eine echte Mitgliedschaft. Er lernte Georg von Schönerer, den Führer der Deutschnationalen, kennen und wurde in der Alldeutschen Bewegung aktiv.

Wegen einer das multinationale, habsburgische Österreich ablehnenden Rede beim deutschnationalen Trauerkommers für Richard Wagner wurde er im März 1883 von der Universität Wien relegiert. Nun studierte Bahr jeweils nur wenige Monate in Graz und in Czernowitz weiter.

Text: “Hermann Bahr”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Hermann Bahr

1 buch