Autor
Hermann Häfker
Deutscher Schriftsteller und Filmwissenschaftler
- Geboren
- 3. Juni 1873, Bremen
- Gestorben
- 27. Dezember 1939, KZ Mauthausen
- Staatsangehörigkeit
- Deutsches Reich
- Beruf
- Schriftsteller, Esperantist, Filmtheoretiker und Übersetzer
Leben und Werk
Hermann Wilhelm Häfker (* 3. Juni 1873 in Bremen; † 27. Dezember 1939 in Mauthausen) war ein wichtiger deutscher Filmtheoretiker, Schriftsteller und Esperantist, der als politischer Häftling im Konzentrationslager Mauthausen starb.
Leben
Als Zwanzigjähriger schrieb er seine erste Monographie über Shakespeares Sonettenzyklus (Was sagt Shake-speare?, 1896). Er glaubte, einen Schlüssel gefunden zu haben, der die vielen Unklarheiten und Widersprüche in dem so rätselhaften Werk auflösen werde. Die Fachwelt hat sich auf diesen Beitrag eines Außenseiters nicht weiter eingelassen, zumal der Autor seine Ansichten mit der „Shakespeare-Bacon-Theorie“ verknüpfte, die die Fachphilologen bereits ad acta gelegt hatten.
In der Frühzeit der Filmgeschichte, als der „Kintopp“ noch als billige Volksbelustigung galt, begann sich der leidenschaftliche Fotoamateur Häfker für das neue Medium zu interessieren, weil er, wie andere Kinoreformer der Zeit, durchaus die Möglichkeiten erkannte, die Kinematographie auf ein höheres Niveau, ja zum Kunstrang zu erheben. Als freier Mitarbeiter der ersten Fachzeitschrift, Der Kinematograph, später der Zeitschrift Bild und Film wurde er bald einer der führenden Kinoreformer. Insbesondere wurde er neben Gustav Melcher als der bedeutendste Filmtheoretiker seiner Zeit angesehen.
Mit den Mitteln eines von ihm gegründeten Vereins Bild und Wort stellte er eigene Musterprogramme zusammen, die das Publikum auch durchweg begeisterten. Grundlegend für Häfkers Konzept war, dass die damals noch sehr kurzen, nur Minuten langen Filmchen nicht nur, wie allenthalben üblich, einfach mechanisch hintereinander abgespult wurden, sondern in eine wohlüberlegte Reihenfolge gebracht, durch kurze Pausen voneinander getrennt, mit kurzen, einleitenden Vorträgen vorgestellt, an passenden Stellen durch stehende Lichtbilder unterbrochen und vor allem durch ausgefeilte Geräusche nebst Musik „hinter dem Vorhang“ begleitet wurden. All dies war aber zu zeitaufwendig und kostspielig, als dass es aufgeschlossene Nachahmer hätten finden können.
Text: “Hermann Häfker”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

