Porträt von Into Konrad Inha
Foto: Karl Emil Ståhlberg · Wikimedia Commons

Autor

Into Konrad Inha

Finnischer Fotograf, Schriftsteller, Übersetzer und Journalist

Geboren
12. November 1865, Virrat
Gestorben
3. April 1930, Helsinki
Staatsangehörigkeit
Finnland und Großfürstentum Finnland
Beruf
Schriftsteller, Fotograf, Journalist und Übersetzer

Leben und Werk

I. K. Inha (* 12. November 1865 in Jäähdyspohja, Kreis Virrat, als Konrad Into Nyström; † 3. April 1930 in Helsinki) war ein finnischer Fotograf, Reiseschriftsteller, Journalist und Übersetzer. Als Fotograf war Inha ein Pionier, der der Fotografie in Finnland zur Anerkennung verhalf, indem er die finnische Wald-, Fluss- und Seenlandschaft, die Waldbauern und ihr Milieu sowie die alten Gebräuche und Sitten fotografisch dokumentierte und beschrieb.

Leben

I. K. Inha war das neunte von elf Kindern. Sein Vater war der Verwaltungsbeamte Johan Abraham Nyström und seine Mutter Clara Charlotte Nyström, geb. Vikman. Beide Eltern gehörten zum schwedischsprachigen (Finnlandschwedisch) Bürgertum in Finnland. Im Elternhaus wurde musiziert, viel gelesen, fotografiert und gemalt, Ausflüge in die Natur waren häufig. Sein Bruder Usko Nyström (1861–1925) wurde Architekt, der u. a. das Staatshotel in Imatra im Jugendstil baute. Nach der Volks- und Realschule kam Konrad Into 1877, die Familie war inzwischen nach Ikaalinen gezogen, als einziges der Kinder in ein finnischsprachiges Gymnasium in Hämeenlinna. Er war einer der besten Schüler mit Latein, Deutsch, Russisch und Französisch als Fremdsprachen und erlernte neben der Schule noch Englisch und Italienisch. Auch Jean Sibelius besuchte diese Schule, wurde sein Klassenkamerad und Freund. Nach der Reifeprüfung 1884 immatrikulierte sich Inha an der Universität Helsinki und belegte Ästhetik, Finnisch und Geschichte, wechselte aber zu Geologie, Geografie und Chemie, ohne das Studium abzuschließen. Inzwischen hatte er eine umfassende Allgemeinbildung und beherrschte mehrere Fremdsprachen. Inha blieb in Helsinki sesshaft und hatte zwischen 1890 und 1901 seine kreativste Schaffenszeit. Seine wiederholte Werbung um Aino Krohn, später verheiratete Kallas (1878–1956) blieb unerwidert. Inha blieb Zeit seines Lebens unverheiratet. Inha unternahm zahlreiche Reisen im In- und Ausland. Von 1917 bis 1925 lebte er zurückgezogen im ländlichen Südwesten Finnlands (Karjalohja und Lohja), bevor er 1925 wieder nach Helsinki zog und dort 1930 an Leukämie starb. In Helsinki ist er auf dem Hietaniemi-Friedhof, im Abschnitt für Künstler begraben.

Text: “I. K. Inha”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Into Konrad Inha

6 bücher