Porträt von Irma von Troll-Borostyání
Foto: Ferenc Kozmata · Wikimedia Commons

Autor

Irma von Troll-Borostyání

Österreichische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin

Geboren
31. März 1847, Bürgerhaus, ehem. fürstliche Pfennigstube
Gestorben
10. Februar 1912, Salzburg
Staatsangehörigkeit
Cisleithanien und Kaisertum Österreich
Beruf
Schriftstellerin, Essayistin, Frauenrechtlerin, Journalistin und Feministin

Leben und Werk

Irma von Troll-Borostyáni (* 31. März 1847 als Maria Magdalena von Troll in Salzburg; † 10. Februar 1912 ebenda) war eine österreichische Schriftstellerin, Journalistin und Vorkämpferin für Frauenrechte. Sie gilt als erste Salzburger Frauenrechtlerin. Sie kämpfte für das Wahlrecht der Frauen, für die Gleichstellung von Mann und Frau in der Ehe, für die Frauen- und Jugendbildung und gegen die Prostitution.

Kindheit und Jugend

Maria von Troll wurde als jüngstes von vier Kindern 1847 in Salzburg geboren. Während sie mit ihrer Schwester Wilhelmine eine enge, lebenslange Beziehung verband, geriet sie mit ihren Brüdern aufgrund ihrer modernen Ansichten und Lebensweise in Konflikt. Ihre Eltern, Josephine von Appeltauer und Otto Ritter von Troll, ein höherer Staatsbeamter, ermöglichten ihrer Tochter eine ausgezeichnete Erziehung. Einerseits wurde sie von der gebildeten Mutter unterrichtet, andererseits eignete sie sich viel Wissen durch ein diszipliniertes Selbststudium an. Sie liebte die Musik und wollte Pianistin werden. Als die Mutter an einem schweren Herz- und Nervenleiden erkrankte, konnte der Unterricht zu Hause nicht fortgeführt werden. Gymnasien und Universitäten waren zu dieser Zeit für Mädchen nicht zugänglich. Die einzige Möglichkeit für Mädchen in Salzburg, zu einer höheren Bildung zu kommen, bestand in der Internats-Klosterschule im Stift Nonnberg. Von 1862 bis 1864 besuchte Maria von Troll die Klosterschule der Benediktinerinnen. Die Enge des Klosterlebens konnte sie jedoch nur schwer ertragen. Sie wurde schwer krank und bekam ein so starkes nervöses Fieber, dass sie nach zwei Jahren wieder nach Hause zurückkehrte. Dort schnitt sie als äußeres Zeichen ihrer Befreiung den Zopf ab und trug fortan ihr welliges Haar kurz. Der Wechsel ihres Vornamens von Maria zu Irma kann ebenfalls als Zeichen ihrer frühen Rebellion gegen die Konventionen ihrer Zeit angesehen werden.

Text: “Irma von Troll-Borostyáni”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Irma von Troll-Borostyání

1 buch